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KOMMUNALES
Presseaussendung vom 12.11.2012

Zwischenbilanz: 3 Jahre „Frauen, Umwelt/Naturschutz und Bildung“

Veränderungen, Neuerungen und intensive Grundlagenarbeit

Stadträtin Mag.a Eva Schobesberger ist seit November 2009 für die Ressorts „Frauen“, „Bildung“ und „Umwelt/Naturschutz“ zuständig – Zeit eine Zwischenbilanz zu ziehen: In allen Bereichen gab es zahlreiche Neuerungen, Initiativen und besondere Projekte. Vor allem in den Ressorts „Frauen“ und „Bildung“ wurde durch Kooperationen und gemeinsamen Projekten bereichsübergreifend gearbeitet.

Zu den Arbeitsschwerpunkten im Bereich „Frauen“ zählt vor allem die Erstellung des österreichweit ersten Frauenberichts auf kommunaler Ebene und darauf aufbauend die Entwicklung eines praxisorientierten Frauenprogramms. Der Frauenbericht ist eine wissenschaftliche Studie und liefert Daten, Fakten und erste Lösungsansätze für die Gleichstellung von Frauen und Männern. Basierend darauf wurde im heurigen Jahr ebenfalls mit Unterstützung von ExpertInnen der Johannes Kepler Universität an der Entwicklung des Frauenprogramms der Stadt Linz gearbeitet. Ebenfalls einzigartig daran war die direkte Beteiligung der Linzerinnen, die bei Stadtteil-Workshops mitreden und mitgestalten konnten.

Im Ressort „Bildung“ sorgte der sukzessive Ausbau der Förderkurse für SchülerInnen der Haupt- und Neuen Mittelschulen für enormes Echo. Das VHS-Angebot wurde und wird von den Jugendlichen, Eltern und LehrerInnen mit großer Begeisterung angenommen und rund 500 Kinder haben bisher den kostenlosen Förderunterricht direkt in der Schule besucht.

Dieses speziell auf die Bedürfnisse der SchülerInnen abgestimmte Förderprogramm weckt inzwischen die Neugier österreichischer und deutscher Volkshochschulen. Nachfragen an der Linzer VHS zeigen, das dieses besondere Projekt für große Aufmerksamkeit und Interesse sorgt.

Eines der wesentlichsten Themen für eine nachhaltige Umweltpolitik sind aktuelle Fragen zum Thema Energie. Umweltstadträtin Mag.a Eva Schobesberger hat deshalb 2011 die Entwicklung eines Energieeffizienzprogrammes für den Magistrat und Teile der Unternehmensgruppe Stadt Linz in Auftrag gegeben. Inzwischen wurde im Gemeinderat einstimmig die Finanzierung des Projektes beschlossen.

Schwerpunkte im Frauenressort

Frauenbericht und Frauenprogramm

Mit Nachdruck hat sich Stadträtin Mag.a Eva Schobesberger gleich zu Beginn ihrer Amtszeit für Frauenagenden eingesetzt. Das Ergebnis war, dass es in Linz ab 2009 erstmal ein eigenes politische Ressort für Frauen gibt und mit ihr die erste Frauenstadträtin der oberösterreichischen Landeshauptstadt.

Als ersten Schritt und als Basis für konkrete Maßnahmen zur Gleichstellung von Frauen und Männern hat Frauenstadträtin Mag.a Eva Schobesberger den Frauenbericht der Stadt Linz in Auftrag gegeben. Die wissenschaftliche Studie des Instituts für Frauen- und Geschlechterforschung an der Johannes Kepler Universität erhob Daten und Fakten über die aktuelle Lebenssituation der Linzerinnen. In einem zweiten Arbeitsschritt gab es fünf themenspezifische Workshops mit rund 70 Linzer ExpertInnen aus Verwaltung, Politik, Einrichtungen oder Vereinen. Alle TeilnehmerInnen haben sich von der bereichsübergreifenden Arbeit begeistert gezeigt, da in dieser Konstellation Frauenarbeit in Linz bisher noch nie umgesetzt worden ist.

Basierend auf dem „Ersten Frauenbericht der Stadt Linz“ ist gerade das Frauenprogramm der Stadt Linz im Entstehen. Im Herbst 2012 waren die Stadtbewohnerinnen aufgerufen, aktiv an der Entwicklung des Frauenprogramms der Stadt Linz mitzuarbeiten. Das Experiment zeigte Erfolg, denn zu den fünf Workshops in verschiedenen Linzer Stadtteilen kamen über 120 interessierte Frauen. Damit wurde erstmals in der Linzer Frauenarbeit ein Prozess in Gang gesetzt, der aktive und direkte Mitgestaltung in dieser Form ermöglichte.

Die Arbeitsergebnisse der fünf Workshops werden nun ausgewertet und fließen in das künftige Frauenprogramm ein. Das praxisorientierte Programm, das alle relevanten Lebensbereiche von Frauen in der Stadt abdeckt, soll ab 2013 die Grundlage für weitere, zielgenaue und bedarfsorientierte frauenpolitische Maßnahmen in Linz bilden.

Neuheiten bei jährlichen Themenschwerpunkten

Als einer der Schwerpunkte im Programm des Linzer Frauenbüros weisen jedes Jahr drei Termine auf die Gleichstellung von Frauen hin. Der „Internationale Frauentag“ am 8. März, der Equal Pay Day und die „16 Tage gegen Gewalt an Frauen“ im Herbst stehen dabei im Blickpunkt. In allen drei Bereichen gab es Veränderungen, Neuerungen und zusätzliche Angebote.

Internationaler Frauentag

Mit dem „talk of fem“ wurde 2010 ein neues Format entwickelt, den Internationale Frauentag am 8. März zu feiern. Der Abend steht im Zeichen von Gesprächen, Interessensaustausch und Vernetzung in gemütlicher Atmosphäre. In den ersten beiden Jahren wurde an diesem Abend eine Frau für besonderes Verdienste um feministische Anliegen mit dem „Silbernen Hexenbesen am Goldenen Band“ ausgezeichnet. 2012 wurde dann erstmals der „Frauenpreis der Stadt Linz“ verliehen. Er zeichnet ein Projekt aus, das sich durch herausragende Aktivitäten und besonderes Engagement für Frauen und Mädchen hervorhebt.

2011 wurde das 100-Jahr-Jubiläum zum Internationalen Frauentag mit der eigens konzipierten Ausstellung „Stille Heldinnen – 100 Jahre Linzer Frauengeschichte“ gefeiert. Als Wanderausstellung steht sie seither kostenlos für alle Linzer Pflichtschulen zur Verfügung.

Zusätzlich entstand in diesem Jahr die Frauen-Kino-Reihe. Dabei wird monatlich in Zusammenarbeit mit dem Moviemento ein filmischer Frauenschwerpunkt gesetzt und Filmemacherinnen und Regisseurinnen einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt.

Equal Pay Day

Im September 2010 hat das Linzer Frauenbüro anlässlich des Equal Pay Day Flagge gezeigt. Drei Fahnen an der Linzer Kunstuniversität am Hauptplatz haben eine Woche lang auf den „Ausverkauf von Frauen“ – den noch immer bestehenden Einkommensunterschied zwischen den Geschlechtern - aufmerksam gemacht.

2011 sorgte ein speziell für diesen Anlass produzierter Videospot für breite mediale Aufmerksamkeit. Es gab sogar Lob aus Übersee und die American Association of University Women (AAUW), eine Frauenverband in Washington, DC verwendet nun den Linzer Spot zum Equal Pay Day in ihrem Blog.

Zugleich wurde erstmals eine 25 Prozent-Rabattaktion für Frauen ins Leben gerufen. Rund 30 Betriebe, Geschäfte und Einrichtungen haben sich daran beteiligt. Diese Aktion wurde im heurigen Jahr mit noch mehr TeilnehmerInnen fortgesetzt.

16 Tage gegen Gewalt an Frauen

Gemeinsam mit Vertreterinnen von Linzer Frauenvereinigungen und –institutionen sind auch die „16 Tage gegen Gewalt an Frauen“ mit zahlreichen Aktionen verstärkt im Bewusstsein der StadtbewohnerInnen verankert worden. Zwei Jahre lang wurde bei einer Demo auf Gewalt „gepfiffen“.

Die Ausstellung „Hinter der Fassade“ im Foyer des Alten Rathauses zeigte 2011 die Alltäglichkeit von häuslicher Gewalt. Das, worüber keiner spricht, wurde anhand einer nachgebauten Familienwohnung sichtbar gemacht. Das Frauenbüro der Stadt Linz organisierte kostenlose Führungen für Linzer Schulklassen, die sofort alle restlos ausgebucht waren.

Seit 2011 gibt es rund um die Aktionstage erstmals kostenlose Workshops für Meinungsbildnerinnen, Frauen und Mädchen im Wissensturm. Diese Angebote werden sehr gut angenommen und die Seminare sind jedes Jahr völlig ausgebucht. Heuer ergänzt die Ausstellung „Silent Witnesses“ am Linzer Bahnhof die Aktionstage gegen Gewalt an Frauen.

Frauenpreise

Der Marianne.von.Willemer-Preis für digitale Medien wird alternierend mit dem Marianne.von.Willemer Literaturpreis alle zwei Jahre vom Linzer Frauenbüro ausgeschrieben. Der mit 3.600 Euro dotierte Preis ist eine direkte Förderung und soll die Arbeit von Künstlerinnen unterstützen und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen.

Der Marianne.von.Willemer-Preis ist inzwischen einer der erfolgreichsten städtischen Kulturpreise und gewinnt Jahr für Jahr an Bedeutung. Heuer wurde bei der Ausschreibung für digitale Medien mit insgesamt 150 Einreichungen aus ganz Österreich ein neuer Rekord aufgestellt. Damit haben sich seit Einführung des Preises 2006 die Einreichungen im digitalen Bereich mehr als verdreifacht.

Städtische Auszeichnung zur Gleichstellung

Als erste Stadt Österreichs vergibt Linz künftig eine neue städtische Ehrenzeichenkategorie für außerordentliche Leistungen zur Gleichstellung von Frauen und Männern. Der Antrag wurde von Bürgermeister Franz Dobusch auf Initiative von Frauenstadträtin Mag.a Eva Schobesberger im Gemeinderat eingebracht und einstimmig beschlossen.

Neuer Frauenpreis der Stadt

Auf Initiative von Frauenstadträtin Mag.a Eva Schobesberger wird 2012 zum ersten Mal der „Frauenpreis der Stadt Linz“ verliehen. Er zeichnet ein Projekt aus, das sich durch herausragende Aktivitäten und besonderes Engagement für Frauen und Mädchen hervorhebt. Diese mit 3.600 Euro dotierte Auszeichnung würdigt konkrete frauenpolitische Aktivitäten oder bereits realisierte Projekte. Mit dieser Auszeichnung ist auch ein Preisgeld verbunden, um Frauen oder Organisationen auch auf diesem Weg Anerkennung für ihr Engagement auszusprechen. Außerdem soll mit dem Geld die Umsetzung und Weiterentwicklung der Projekte erleichtert werden. Das Projekt „FRAGILE Holzwerkstatt – Ausbildungswerkstatt für junge Frauen im handwerklichen Bereich“ wurde 2012 einstimmig als Siegerprojekt ausgewählt. Das Unternehmen setzt sich in vielen Bereichen und Projekten für die berufliche Entwicklung und Ausbildung von Frauen ein und leistet einen wichtigen Beitrag für eine geschlechtergerechte Gesellschaft.

Im Dialog

Auf Einladung von Frauenstadträtin Mag.a Eva Schobesberger finden seit Beginn ihrer Amtszeit regelmäßige Treffen des „Erweiterten Frauenforums“ statt. Vertreterinnen aller Linzer Frauenvereine und -institutionen nützen gemeinsam mit Politikerinnen diese Plattform zum gemeinsamen Gespräch und Erfahrungsaustausch.

Für Kommunikation sorgt auch das Frauenbüro der Stadt Linz, das mit Mag.a Jutta Reisinger seit 2010 eine neue Frauenbeauftragte hat. Die Mitarbeiterinnen organisieren jedes Jahr eine Vielzahl von Veranstaltungen und bieten ein abwechslungsreiches Freizeitprogramm für Frauen. Die Frauenstadtrundgänge, der Lauf- und Walkingtreff im Hummelhofwald, die Frauen Kinoreihe im Moviemento und VHS-Veranstaltungen sind Teil des vielseitigen Angebotes.

Selbstverständlich ist das Linzer Frauenbüro auch Anlaufstelle bei Problemen. Zu seinen Kernaufgaben zählt es, die Anliegen, Bedürfnisse und Wünsche der Bewohnerinnen der Stadt Linz zu ermitteln, und so strukturellen Benachteiligungen entgegenzuwirken. Daher ist das Frauenbüro im ständigen Kontakt mit Bewohnerinnen der Stadt, mit Fraueneinrichtungen und Frauenorganisationen, mit der Universität, mit PolitikerInnen sowohl in Oberösterreich als auch bundesweit.

20 Jahre Frauenbüro

Mit einem Fest feierte das Linzer Frauenbüro 2012 sein 20-Jahr Jubiläum. Die Festrede „Macht, los! – 20 Jahre. Eine Bilanz“ hielt die österreichischen Feministin und Autorin Elfriede Hammerl. Das Linzer Frauenbüro hat vor zwei Jahrzehnten seine Arbeit für die Gleichstellung von Frauen aufgenommen. Mit den unterschiedlichsten Projekten und Initiativen für Frauen und Mädchen wurde dabei vieles erreicht, und vor allem ein Bewusstsein für die Gleichstellung der Geschlechter geschaffen.

Bildungsangebote für Frauen

Management und Leadership

Im Herbst 2010 hat im Wissensturm in Zusammenarbeit mit der Johannes Kepler Universität ein Lehrgang zur Förderung von Frauenkarrieren begonnen. Dieser bisher in Österreich einmalige und innovative Universitätslehrgang „Management und Leadership für Frauen“ umfasst das Spektrum modernen Managementwissens. Die „Universität im Wissensturm“ bietet damit einerseits Unternehmen die Möglichkeit aktiv Karriereförderung für ihre Mitarbeiterinnen zu betreiben und andererseits Frauen die Chance, ihre berufliche und persönliche Entwicklung voranzutreiben. 12 Teilnehmerinnen haben den ersten Lehrgang erfolgreich abgeschlossen, der zweite Lehrgang läuft und im Herbst startet der dritte Durchgang.

Neuer feministischer Schwerpunkt im Wissensturm

Im Linzer Wissensturm startete 2011 auf Initiative von Frauenstadträtin Mag.a Eva Schobesberger mit einer Vortragsreihe ein feministischer Schwerpunkt zum Thema Gleichstellung von Frauen und Männern. In Zusammenarbeit mit der Johannes Kepler Universität, Institut für Frauen- und Geschlechtsforschung gab es insgesamt vier Vorträge, die sich mit den Arbeitsrealitäten von Frauen im globalisierten Europa auseinandersetzen. Im heurigen Jahr wurde die Vortragsreihe unter dem Titel „Feminismus für alle?“ mit vier Diskussionsabenden zur aktuellen Geschlechterforschung fortgesetzt.

Mädchen in die Technik

Als erste Aktion, den Linzer Frauenbericht für konkrete frauenpolitische Maßnahmen zu nutzen, startete auf Initiative von Frauenstadträtin Mag.a Eva Schobesberger ein spezielles Schulprojekt für Linzer VolksschullehrerInnen. Im Mittelpunkt steht die Sensibilisierung von Lehrkräften, das Thema Technik und Mädchen im Unterricht einfließen zu lassen. Der Umgang mit Technik und modernen Technologien soll so früh wie möglich selbstverständlich werden und gerade VolksschullehrerInnen können viel dazu beitragen.

Unter Federführung der Johannes Kepler Universität, Stabsabteilung für Gleichstellungspolitik, startete im Herbst 2011 das dreistufige Technik-Projekt, das bis Frühjahr 2013 dauert. Schon im Vorfeld wurde von den Linzer Volksschulen großes Interesse signalisiert und vier Volksschulen nehmen an diesem Pilotprojekt teil. Beteiligte Schulen sind die VS 12 (Otto Glöckel-Schule),VS 44 (Volksschule Pichling), VS 45 (Volksschule Hausleitnerweg) und die VS 52 (Volksschule solarCity).

Kostenlose Technik-Workshops für Volksschülerinnen

Auf Initiative von Frauenstadträtin Mag.a Eva Schobesberger finden heuer erstmals fünf kostenlose Workshops zum Thema „Technik für Mädchen“ statt. Eingeladen sind 3. und 4. Klassen der Linzer Volksschulen und die Kurse werden direkt an den Schulen angeboten. Geleitet werden die Workshops von zwei Facharbeiterinnen des Instituts für Ausbildungs- und Beschäftigungsberatung. Die beiden Trainerinnen haben eine langjährige Berufserfahrung im Bereich Berufsorientierung, Schwerpunkt Mädchen und Technik.

Ziel der Kurse ist es, Mädchen für Technik zu begeistern und ihnen frühzeitig unbekannte Berufe aufzuzeigen. Im Mittelpunkt steht an den fünf Nachmittagen die Praxis. Durch ausprobieren, experimentieren, hantieren mit Werkzeugen und mit verschiedenen Materialien arbeiten, wird den Mädchen das Thema Technik nahe gebracht. Durch die frühe und intensive Auseinandersetzung mit dem Thema Technik soll das Interesse der Mädchen dauerhaft gestärkt werden und die zukünftige Berufs- oder Studienwahl beeinflussen.

Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Papamonat – Modell Linz

Um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen, müssen natürlich auch die Rahmenbedingungen passen. Als ein erster Schritt in diese Richtung wurde auf Initiative von Frauenstadträtin Mag.a Eva Schobesberger und Personalreferent Stadtrat Johann Mayr am Magistrat das Papamonat Modell Linz realisiert. Um frisch gebackenen Vätern die Möglichkeit zu geben, von Anfang an eine intensive Beziehung zu ihren Kindern aufzubauen, bietet die Stadt Linz ihren Mitarbeitern seit Beginn 2011 eine zusätzliche Woche bezahlten Urlaub. Das heißt, wer vier Wochen Vaterschaftsfrühkarenz beantragt, erhält davon eine Woche als Sonderurlaub mit Bezügen. Seit 1. Jänner 2011 haben 13 Mitarbeiter das Papamonat und vier Mitarbeiter die Väterkarenz in Anspruch genommen.

Schwerpunkte im Bildungsressort

Kostenloser Förderunterricht

Zu den wesentlichsten Arbeitsschwerpunkten in diesem Bereich zählt der kontinuierliche Ausbau der schulischen Förderangebote. Auf Initiative von Bildungsstadträtin Mag.a Eva Schobesberger wurde Anfang 2012 mit dem kostenlosen Förderunterricht direkt in den Linzer Haupt- und Neuen Mittelschulen gestartet.

Bei dem österreichweit einzigartigen Projekt gibt es unter der Leitung von Dr.in Dagmar Krenmayr (VHS) maßgeschneiderte Nachhilfe, punktgenau auf die Bedürfnisse der SchülerInnen abgestimmt und direkt in der Schule. Unterrichtet wird in den drei Hauptgegenständen Deutsch, Mathematik und Englisch. In allen vier Schulstufen werden die Lerninhalte für den kostenlosen VHS–Förderunterricht gemeinsam mit den LehrerInnen festgelegt.

Schon nach kurzer Zeit zeigte sich der Erfolg dieses Angebotes, denn die Nachfrage in den Schulen ist sukzessive gestiegen. Am Ende des Schuljahres haben von den insgesamt 15 Linzer Haupt- beziehungsweise Neuen Mittelschulen elf Schulen sowie die Polytechnische Schule das neue Angebot der VHS in Anspruch genommen. Gerechnet nach SchülerInnen haben 492 Jugendliche von der kostenlosen Nachhilfe bisher Gebrauch gemacht.

Förderkurse für Polytechnische Lehrgänge

Seit Jänner 2012 werden die kostenlosen Förderkurse auch für SchülerInnen der Polytechnischen Lehrgänge angeboten. Sie können sich bei Problemen in den Fächern Englisch, Text- und Informationsverarbeitung, Buchhaltung und Kaufmännisch Rechnen im Wissensturm Unterstützung holen.

VHS Sommerförderkurse

Die Volkshochschule Linz bietet seit vier Jahren im Sommer Gratis-Förderkurse für SchülerInnen der Linzer Haupt- und Neuen Mittelschulen, die seither beständig ausgebaut wurden. Dabei wird der Lehrstoff laut Lehrplan aufgefrischt, gefestigt und Wissenslücken werden geschlossen. Den kostenlosen Unterricht gibt es in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch, bestens betreut von engagierten LehrerInnen, aufgeteilt nach Klassen und in kleinen Lerngruppen. Die Motivation zum selbstständigen Lernen und zur Nutzung von Lernmaterialien zählt zu den wichtigsten Inhalten der Sommerkurse.

Auch für dieses Service der VHS gibt es eine ständig steigende Nachfrage. 633 Anmeldungen wurden dieses Jahr registriert und damit wurde der Wert des Vorjahres um 194 Anmeldungen übertroffen. Die SchülerInnen kamen aus insgesamt neun Linzer Haupt- und Neuen Mittelschulen.

Brückenkurse

Neu im Programm sind seit 2011 die so genannten Brückenkurse – gedacht als Unterstützung zum Übertritt in eine weiterführende berufsbildende Schule. Erstmals im Angebot 2012 war eine „Wissensbrücke“ für AbgängerInnen der 4. Klasse Volksschule, die in eine Neue Mittelschule weitergehen möchten.

Mit diesen individuell zugeschnittenen Kursen bietet die Volkshochschule genau adaptierte Unterstützung für unterschiedliche Anforderungen und erhöht damit für viele Kinder die Chancen, im bestehenden Bildungssystem mitzuhalten.

Offene Sprachklassen

Premiere hatten im Sommer 2012 auch drei „offene“ Sprachklassen. In zwei 3. Klassen und einer 1. Klasse wurde intensiv „Deutsch“ und „Englisch“ geübt, zumal die Muttersprachen der Jugendlichen von Ungarisch, Türkisch, Bulgarisch, Tschetschenisch bis hin zu Farsi reichten.

Neu im VHS- Sommerangebot sind seit 2011 unter dem Titel „Anything to repair“ Lernpakete in Deutsch, Mathematik, Englisch und Rechnungswesen. Unabhängig von der Schulstufe wurden kurzfristig punktuelle Schwächen in diesen vier Gegenständen ausgeglichen.

Investitionen für Linzer Pflichtschulen

Kontinuierlich besucht Bildungsstadträtin Mag.a Eva Schobesberger seit ihrem Amtsantritt die Linzer Pflichtschulen, um sich mit den DirektorInnen im persönlichen Gespräch auszutauschen. In ihr Ressort fallen auch die Investitionen für Schuleinrichtungen. Dazu zählen eine neue Möblierung genauso wie die Einrichtung von Turnsälen oder die Lärmdämmung und notwendige Instandsetzungsarbeiten bei der Einrichtung.

Städtische Nachmittagsbetreuung

Die Stadt Linz führt derzeit an fünf Linzer Pflichtschulen zwei Pilotprojekte für ein abwechslungsreiches Bildungs- und Betreuungsangebot während der schulischen Nachmittagsbetreuung, durch. Diese Projekte bieten für die SchülerInnen an den Nachmittagen zusätzliche Bildungs- und Sportaktivitäten, die das bisherige Angebot der schulischen Nachmittagsbetreuung bereichern.

In Kooperation von Volkshochschule und Linzer Sportvereinen sind spezielle Angebote entstanden, die Kopf und Körper gleichermaßen fordern und fördern. Das neue pädagogische Gesamtkonzept besteht aus einer vielseitigen Mischung aus den Bereichen Kunst, Musik, Mathematik, Sprachen und viel Bewegung und Sport. Damit sollen künftig die Interessen und Begabungen sowie die Kreativität und die Bewegungsfreude der Linzer PflichtschülerInnen gefördert werden. Der attraktive Mix aus den unterschiedlichsten Bereichen ist abgestimmt auf das Alter der SchülerInnen und bietet sozusagen für jeden Geschmack etwas. Damit soll das bisherige Angebot für die Schulkinder durch eine abwechslungsreiche und qualitativ hochwertige Nachmittagsbetreuung ergänzt werden.

Mit diesem neuen pädagogischen Ansatz für die Nachmittagsgestaltung an Linzer Pflichtschulen wird nicht nur ein wichtiger Beitrag zu mehr Bildungsqualität und Chancengerechtigkeit geleistet, sondern auch Eltern mit schulpflichtigen Kindern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtert.

Zuschuss zur Nachmittagsbetreuung

Heuer gab es auf Initiative von Bildungsstadträtin Mag.a Eva Schobesberger einen Zuschuss der Stadt Linz zur Nachmittagsbetreuung an sechs Linzer Volksschulen. In der VS Auhof, VS Mengerstraße, VS St. Magdalena, VS Pöstlingberg, VS Keferfeld und VS Hausleitnerweg wurde mit dem abgelaufenen Schuljahr die Nachmittagsbetreuung durch SALE (Sozialinitiative arbeitsloser Lehrer) aufgelöst. Die jetzt höheren Kosten für die Nachmittagsbetreuung werden nicht direkt an die betroffenen Eltern weiter verrechnet, sondern die Stadt Linz finanziert die Differenz. Damit wird den Eltern derselbe Betrag verrechnet, wie für die Inanspruchnahme der Nachmittagsbetreuung im Rahmen einer Ganztagesschule. Zusätzlich ist dieser Betrag sozial gestaffelt, um damit allen Kindern eine optimale Nachmittagsbetreuung zu ermöglichen.

Schulworkshops zum Thema „Gewaltfreie Beziehungen“

Unter dem Titel „Heartbeat – Herzklopfen” beschäftigten sich im heurigen Herbst zwei Linzer Pflichtschulen mit den Themen Beziehungen, Gewalt und respektvoller Umgang miteinander. Die Realität zeigt, dass das Thema Gewalt gar nicht früh genug aufgegriffen werden kann. Die Workshops in den Linzer Schulen sind eine Möglichkeit für Jugendliche, sich differenziert und altersgerecht mit dieser sensiblen Thematik auseinanderzusetzen.

Die Workshops haben an der Neuen Mittelschule HS 18, Dr.-Karl-Renner-Schule und an der Neuen Mittelschule HS 15, Leonardo da Vinci Schule stattgefunden. Im Mittelpunkt standen die Themen Partnerschaft, Beziehungen und vor allem der Umgang mit Gewalt. Vom Frauenbüro der Stadt Linz eingeladen waren Mädchen und Burschen der 3. und 4. Klassen, die von ExpertInnen der Informationsstelle gegen Gewalt/AÖF (Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser) und vom Verein Poika (Verein für gendersensible Burschenarbeit in Erziehung und Unterricht) betreut wurden.

Fünf Jahre Wissensturm

Im heurigen Herbst feierte der Wissensturm sein 5-Jahr-Jubiläum. Ein immer dichteres Netz an Angeboten macht die VHS im Wissensturm zum Kompetenzzentrum für Bildung. In sieben verschiedenen Sachbereichen, die von „Gesellschaft & Politik“, „Natur & Technik“, „Gesundheit & Wohlbefinden“, Haushalt & Wohnen“, „Grundbildung & Beruf“ bis hin zu „Kultur & Kreativität“ und „Sprachen“ reichen, findet sich vom klassischen Bildungsangebot bis hin zu außergewöhnlichen Vorträgen und Referaten für jeden Geschmack etwas.

Wie gut dieses Service angenommen wird, zeigen auch die BesucherInnenzahlen: Insgesamt wurden in den ersten fünf Jahren 102.134 Kursbelegungen gezählt.

Grundbildungszentrum

Von kostenlosem Förderunterricht für HauptschülerInnen über die Lehre mit Matura bis hin zum Bildungsabschluss für Erwachsene – die Volkshochschule bietet professionelle Unterstützung.

Das Grundbildungszentrum der VHS Linz bietet seit Jahren kostenlose Kurse in den Bereichen Lesen, Schreiben, Rechnen und EDV, die bis hin zum Schulabschluss für Erwachsene reichen. Zur Verfügung stehen Kursmodelle, die alle Ebenen der Grundbildung abdecken.

Jedes Jahr im Herbst wird anlässlich des Weltalphabetisierungstages mit unterschiedlichen Aktionen auf die Angebote im Grundbildungszentrum aufmerksam gemacht. Im Kursjahr 2011/12 hat es 279 TeilnehmerInnen an den Kursen im Grundbildungszentrum gegeben. Das Alfatelefon, für viele Ratsuchende erste Anlaufstelle, steht unter der Telefonnummer 0810 20 0810 rund um die Uhr zur Verfügung.

Bildungsabschluss für Erwachsene

Die VHS Linz bietet seit 2010 die Möglichkeit, den Hauptschul-/Mittleren Bildungsabschluss nachzuholen. Im Kursjahr 2011/12 hat es 90 Teilnahmen an den Hauptschul-Abschlusskursen im Wissensturm gegeben.

Seit 1. September 2012 ein neues Pflichtschulabschluss-Prüfungs-Gesetz in Kraft. Als einzige Volkshochschule Österreichs werden im Wissensturm die Bildungsabschlüsse für Erwachsene bereits nach der neuen Regelung durchgeführt. Das Besondere daran: Im Gegensatz zu früher können die Abschlussprüfungen direkt an der VHS Linz abgelegt werden. Bisher mussten die KursteilehmerInnen die Prüfung an einer Linzer Schule absolvieren. Das Angebot ist nun noch stärker an die Bedürfnisse von Erwachsenen angepasst.

Lehre mit Matura

Lehrlinge haben seit einigen Jahren die Chance, die Matura neben der Lehrausbildung kostenlos zu absolvieren. Seit zwei Jahren beteiligt sich auch die Volkshochschule Linz an der Umsetzung der vom Bildungsministerium geförderten Berufsmatura.

Die Lehre mit Matura ist neben der AHS- und BHS-Matura die dritte Form der Matura in Österreich. Mit vier Teilprüfungen kann damit außerhalb des „normalen Schulsystems“ eine vollwertige Matura erlangt werden. Die Berufsreifeprüfung erlangt man durch die erfolgreiche Ablegung der Prüfungen in den Gegenständen Deutsch, Mathematik, Englisch und dem berufsbezogenen Fach, das sicht sich auf Grund des Lehrberufes ergibt.

Im vergangen Jahr haben 1.277 Lehrlinge dieses kostenlose Angebot wahrgenommen.

Berufsmatura

Bereits auf 15 Jahre Erfahrung kann die VHS bei der erfolgreichen Abwicklung der Berufsreifeprüfung zurückblicken. Damit können Personen, die eine Lehrabschlussprüfung, eine dreijährige Mittlere Schule, eine mindestens dreijährige Ausbildung nach dem Gesundheits- und Krankenpflegegesetz oder eine Meisterprüfung absolviert haben, nachträglich eine Berechtigung für Fachhochschulen, Universitäten und alle weiterführenden Ausbildungen, die eine Matura voraussetzen, erlangen.
Die Volkshochschule bietet eine kostenlose Einstiegsberatung, ein flexibles modulares Kurssystem und den ebenfalls kostenlosen Besuch des Lernzentrums LeWis. Seit dem Herbst 2008 gibt es außerdem eine Lernplattform im Internet. Nach wie vor ist das Preis/Leistungsverhältnis der VHS-Berufsmatura unübertroffen. Besonders interessant: Ein gültiger Linzer Aktivpass bringt eine 50prozentige Ermäßigung.

VHS-Vorträge

Einen starken Aufschwung hat im Wissensturm der Vortragsbereich genommen. Die meisten Vorträge werden von der VHS organisiert. Dabei haben sich immer stärker die inhaltlichen Schwerpunkte Politik und Ökonomie herausgebildet. Viele Vortrags und Diskussionsveranstaltungen finden in Kooperation mit anderen Einrichtungen statt.
Parallel dazu greift die VHS immer wieder gesellschaftlich relevante Themen auf und wird damit zur Plattform für aktuelle Diskussionen und Fragen der heutigen Zeit.

Integration

Als Integrationszentrum sind im Wissensturm die Förderung der Grundbildung und das Bildungsangebot für Menschen mit Migrationshintergrund besonders wichtig. Im vergangenen Jahr sind in der Volkshochschule rund 100 Integrationskurse und Kurse „Deutsch als Fremdsprache“ mit rund 1.200 TeilnehmerInnen abgehalten worden. Der hohen Nachfrage entsprechend werden diese Angebote weiter ausgebaut.

VHS Sommerprogramm

2010 bietet der Linzer Wissensturm zum ersten Mal ein umfangreiches Sommerprogramm mit einem vielseitigen Angebot. Zahlreiche Sprachkurse laden seither unter dem Motto „Erfrischend“ mit einem Begrüßungscocktail zum Grammatik lernen und Vokabel büffeln. Aber auch Förderkurse für SchülerInnen der Linzer Haupt- und Neuen Mittelschulen sind ein gefragter und fixer Bestandteil im Sommerprogramm. Kurse im Bereich Kreativität, Sport und Wohlbefinden ergänzen das VHS-Angebot in der heißen Jahreszeit.

Sprachen

Sozusagen zu den Basics im breit gefächerten Programm der Linzer Volkshochschule zählt ein qualifiziertes und umfangreiches Sprachangebot. Rund 400 Kurse mit rund 4.000 TeilnehmerInnen pro Jahr zeigen, wie wichtig dieser Fachbereich ist. Die unterschiedlichen Kursformate richten sich nach der Nachfrage und werden immer neu angepasst. Insgesamt können 24 unterschiedliche Sprachen neu gelernt, bereits vorhandene Kenntnisse aufgefrischt oder perfektioniert werden.

Schwerpunkte im Umwelt- und Naturschutzressort

Energieeffizienzprogramm in Arbeit

In Linz werden breit gestreute Maßnahmen für den Klimaschutz gesetzt. Das Thema nachhaltige Energienutzung findet besonders hohe Aufmerksamkeit und ganz oben auf der Liste steht die Erarbeitung eines Energieeffizienz-Programmes für die Stadt.

Seit Jänner 2011 arbeiten sieben Unternehmungen und drei Magistratsdienststellen an einem bereichsübergreifenden Projekt zur Energieeinsparung, Energieeffizienz und nachhaltiger Energieversorgung. Beteiligt sind unter Federführung des Umwelt- und Technik Center Linz die LINZ AG, das AKh, die LIVA, Ars Electronica, die GWG, das Design Center, die Seniorenzentren und innerhalb des Magistrats die Informations- und Kommunikationstechnologie, das Gebäudemanagement und der Tiefbau Linz.
Entstehen soll ein konkreter Maßnahmenkatalog für den effizienten und wirtschaftlichen Einsatz von Energie in der Unternehmensgruppe Stadt Linz (UGL). Oberstes Ziel des Gemeinschaftsprojektes ist eine Energie- und damit Kosteneinsparung für die UGL. Die dadurch erzielte CO2-Reduktion kann zur nachhaltigen Stadtentwicklung und zum Klimaschutz beitragen. Außerdem verspricht der weitere Ausbau der Fernwärme eine Verbesserung der Luftsituation.

Für eine fundierte Analyse der Gebäudebeschaffungen und die Entwicklung von energiesparenden Maßnahmen ist in manchen Unternehmungen die Unterstützung von externen ExpertInnen notwendig. Um eine finanzielle Unterstützung für dieses umfangreiche Vorhaben zu erhalten, wurden Verhandlungen mit dem Land Oberösterreich geführt.

Im Gemeinderat der Stadt Linz wurde daraufhin im Herbst 2012 einstimmig beschlossen, dass die Stadt am Förderprogramm des Landes OÖ „Energiespargemeinde“ teilnimmt. Die Unterstützung der Finanzierung der externen Expertise durch das Land Oberösterreich ermöglicht nun, einen konkreten Maßnahmenkatalog zu erarbeiten. Mit der Integration des Energieeffizenzprogramms gehen weiters auch begleitende Aktivitäten und Serviceleistungen für die ganze Stadt Hand in Hand. Damit entsprechen beide Programme den Intentionen einer nachhaltigen Stadtentwicklung, da konkrete Schritte zur Einsparung von Energie und für den Einsatz von erneuerbaren Energieträgern gesetzt werden. Mit diesem Projekt geht Linz einen vorbildlichen Weg, den Energiehaushalt in richtige Bahnen zu lenken.

Klimaschutzmaßnahmen

Aktionen am Autofreien Tag

Seit vielen Jahren wurde in der oberösterreichischen Landeshauptstadt mit Aktionen rund um den „Autofreien Tag“ Alternativen zum motorisierten Individualverkehr aufgezeigt. Da dem Verkehr immerhin rund ein Drittel der Kohlendioxidbelastung zuzuschreiben ist, sollen den AutofahrerInnen umweltfreundliche Alternativen näher gebracht und ein Umdenken erreicht werden. Ein internationaler Aktionstag im Rahmen der „Europäischen Woche der Mobilität“ setzt sich mit umweltbewusster Mobilität auf unterschiedliche Art und Weise auseinander. Die „Europäische Woche der Mobilität“ ist mittlerweile weltweit die größte Kampagne für sanfte Mobilität. Das Klimabündnis koordiniert seit dem Jahr 2000 die Initiative in Österreich.

Kindermeilenkampagne

Gerade zu Ende gegangen ist die Einreichfrist für die Kindermeilenkampagne 2012. Alle Linzer Pflichtschulen waren auch heuer wieder von Umweltstadträtin Mag.a Eva Schobesberger eingeladen, fleißig Klimameilen zu sammeln. Mit 500 Euro prämiert wird diesmal jene Schule, die pro SchülerIn die meisten Klimameilen auf ihrem Konto verbuchen kann.

Bei der Klimabündnisaktion sind einmal pro Jahr Kinder und Jugendliche in ganz Europa aufgerufen, ihren Schulweg umweltfreundlich zurückzulegen. Jeder mit Bahn, Bus, Roller, Fahrrad oder zu Fuß bewältigte Schulweg wird mit einer „Klimameile“ belohnt. In Linz sind alle öffentlichen Pflichtschulen eingeladen, an diesen Aktionswochen teilzunehmen und fleißig „Klimameilen“ zu sammeln. In Linz beteiligen sich jedes Jahr zahlreiche Schulen.

IRIS Umweltpreis der Stadt Linz

Der Umweltpreis der Stadt Linz wird alle zwei Jahre ausgeschrieben. Ab sofort sind wieder Aktivitäten und Projekte, die nachhaltig Umwelt und Lebensqualität verbessern, gesucht. Mit der IRIS sollen umweltbewusste Menschen, Betriebe und Institutionen, die sich für die Lebensqualität in unserer Stadt stark machen, ausgezeichnet werden.
Bei den Themen für die Beteiligung am Umweltpreis der Stadt Linz gibt es keine Beschränkungen. Alle LinzerInnen, Vereine, Gruppen und Betriebe in der Stadt sind eingeladen, innovative und ungewöhnliche Ideen und vor allem konkrete Projekte im Bereich Umwelt/Natur, erneuerbarer Energien, nachwachsender Rohstoffe, Energieeffizienz und vieles mehr, einzureichen.

Eine unabhängige Jury bewertet alle Einreichungen und vergibt Auszeichnungen in Form von Geld- und Anerkennungspreisen. Alle HauptpreisträgerInnen erhalten außerdem eine von Professor Helmuth Gsöllpointner gestaltete Holzskulptur.

Egal, ob Umwelt-, Natur- oder Klimaschutz, Energie, Mobilität, Luftqualität oder Stadtökologie, gesucht sind Konzepte, konkrete Ideen oder bereits umgesetzte Projekte. Bei freier Themenwahl werden drei Kategorien ausgezeichnet: 1.Erwachsene Einzelpersonen, Vereine, Gruppen: Preisgeld: 2.500 Euro; 2. Jugendliche Einzelpersonen, Gruppen, Schulklassen, Vereine: Preisgeld: 2.500 Euro; 3. Betriebe und Institutionen: Das Projekt erhält eine ideelle Auszeichnung; es wird den Medien und einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Die Einreichfrist für die IRIS 2013 endet am 29. April 2013. Die Preisverleihung findet am 27. Juni 2013 im Gemeinderatsaal des Alten Rathauses statt.

Sondermessnetz

Die Stadt Linz hat in Absprache mit dem Land Oberösterreich, das für Luftmessungen grundsätzlich zuständig ist, ein zeitlich befristetes Sondermessnetz in Betrieb genommen. Zu Jahresbeginn 2011 wurden 25 neue Messpunkte im Linzer Stadtgebiet aufgestellt, die ein Jahr lang Daten über die Belastung mit Stickstoffdioxid lieferten.
Die Daten lassen eine eindeutige Tendenz erkennen: An allen stark befahrenen Straßen im Stadtzentrum liegen die NO2–Jahresmittelwerte deutlich über den Grenzwerten des IG-L und der europäischen Luftqualitätsrichtlinie. Im Stadtzentrum von Linz liegt der städtische Hintergrund der Stickstoffdioxidbelastung über dem IG-L-Grenzwert, aber unter dem Grenzwert der europäischen Luftqualitätsrichtlinie.

Die Immissionsmessstationen des Luftmessnetzes des Amtes der OÖ. Landesregierung in Linz sind repräsentativ für das Untersuchungsgebiet. Die Stationen Römerberg und Stadtpark bilden die Luftsituation im Stadtzentrum von Linz realistisch ab. Die NO2-Messmethode mit Passivsammler ist eine einfache und genaue Methode für die Ermittlung von Langzeitbelastungen wie Monats- und Jahresmittelwerte. Die Ergebnisse stimmen sehr gut mit den Ergebnissen des Referenz-Messverfahrens überein.

Die Ergebnisse in Linz zeigen im Vergleich zu anderen österreichischen und europäischen Städten eine ähnliche Situation. Bei verkehrsbelasteten Messpunkten in Ballungsräumen tritt überall eine hohe NO2-Belastung auf. Damit sind die Ergebnisse der Messungen kein Linz-spezifisches Problem, da auch in anderen Städten die Grenzwerte kaum oder schwer einzuhalten sind.

Maßnahmenpaket Luft

Unter Mitwirkung der Stadt Linz hat das Land Oberösterreich zur Erreichung der Ziele des Immissionsschutzgesetz-Luft (IG-L) ein Programm erstellt, das die laufenden bzw. geplanten Maßnahmen zur Verringerung der Belastung an Feinstaub (PM10) und Stickstoffdioxid (NO2) enthält.

Arbeitsgruppe für E-Mobilität eingerichtet

Um die Entwicklung der E-Mobilität im urbanen Raum zu fördern, wurde auf Initiative von Umweltstadträtin Mag.a Eva Schobesberger eine Arbeitsgruppe aus ExpertInnen des Magistrats und der LINZ AG eingerichtet. Ziel ist die Bewusstseinsbildung für E-Fahrzeuge und zusätzlich sollen Strategien zum Ausbau der E-Mobilität in der oberösterreichischen Landeshauptstadt entwickelt werden.

Sanierung des Hochwasserschutzdammes der Traun

Für die Sicherheit der AnrainerInnen der Traunausiedlung wurde die Sanierung und Neukonzeption des Hochwasserschutzdammes Linz – Kleinmünchen im Gemeinderat beschlossen. Die Sanierung ist notwendig, da es beim Hochwasser 2002 und 2009 Überflutungen im Bereich der Traunausiedlung gegeben hat. Als Sofortmaßnahmen wurden punktuelle Dammvorschüttungen, eine genaue Untersuchung und die Ausarbeitung eines Sanierungskonzeptes, das inzwischen wasserrechtlich vom Land Oberösterreich bewilligt wurde, veranlasst.

Um mit den Sicherheitsmaßnahmen beginnen zu können, muss nun ein Bau- und Finanzierungsplan beim Lebensministerium eingereicht und bewilligt werden. Nach der Bewilligung durch das Ministerium scheint derzeit eine Umsetzung der Baumaßnahmen in der zweiten Jahreshälfte 2013 realistisch.

Vielseitige Naturschutzpraxis

Seit mehr als drei Jahrzehnten befasst sich die Naturkundliche Station der Stadt Linz mit den Themen Natur im Siedlungsraum und Stadtökologie. Neben umfangreicher Grundlagenforschung sind es vor allem viele große und kleine Projekte, die für gelebte Naturschutzpraxis in der Stadt stehen.

Amphibienschutz „Linzer Art“

Seit Jahren werden im Frühling während der Laichwanderung der Erdkröten Schutzzäune errichtet. An vier Stellen im Stadtgebiet sorgen über 1.000 Meter Zäune für die Sicherheit dieser äußerst nützlichen und ökologisch wertvollen Insektenfresser. In Zusammenarbeit mit der LINZ AG, dem Naturschutzbund und freiwilligen HelferInnen konnten heuer rund 6.000 Erdkröten vor dem Straßentod bewahrt bleiben. 

Natura 2000-Gebiet Traun-Donau-Auen

Schon seit mehr als 25 Jahren laufen intensive Forschungen in den Linzer Traun-Donau-Auen, die ein hervorragendes Artenpotential besitzen. 2004 wurden sämtliche stadteigene Auwälder zum Naturschutzgebiet erklärt. Im Natura 2000-Gebiet Traun-Donau-Auen soll ein umfangreiches Forschungsprogramm und Biotoppflegeprogramm den hohen Wert dieses Gebietes erhalten. Immer unter Berücksichtigung ökologischer Gesichtspunkten werden zahlreiche Naturschutzmaßnahmen zum Schutz der Flora und Fauna in diesem Linzer Naturschutzgebiet durchgeführt.

Artenschutz an Gebäuden

Bei dem seit 1995 durchgeführten Programm „Artenschutz an Gebäuden“ hat die Naturkundliche Station der Stadt Linz inzwischen über 3.800 Nisthilfen in Zusammenarbeit mit der städtischen Bauverwaltung und den Linzer Wohnungsgenossenschaften installiert. Fast zur Gänze dienen diese Plätze den Mauerseglern, die Insekten fressen und sich speziell im städtischen Raum sehr wohl fühlen.

Im Zuge der Sanierung von Gebäuden werden immer wieder Nistplätze für Turmfalken und 2011 sogar für einen in Oberösterreich eher selten vorkommenden Wanderfalken errichtet. Bei den Turmfalken finden sich in Linz rund 35 Brutpaare, die sich besonders als Mäusejäger hervorheben. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass sie die Tauben beunruhigen und dadurch fernhalten. Bestes Beispiel dafür ist der Linzer Pfarrplatz: Seit im Glockenturm der Kirche ein Nistkasten hängt, sind Tauben nur mehr vereinzelt zu finden.

Tauben - Information und Aufklärung

Tauben sind wie in vielen anderen Städten auch in Linz ein Problem. Im Interesse von Mensch und Tier wurde auf Initiative von Umweltstadträtin Mag.a Eva Schobesberger und Gesundheitsreferentin Vizebürgermeisterin Christiana Dolezal heuer erneut die Aufklärungskampagne „Tauben bitte nicht füttern" gestartet. Der Folder „Tauben - bitte nicht füttern“ liegt in den Bürgerservicestellen und in den Seniorenzentren der Stadt Linz auf.

Nach ExpertInnenmeinung ist die Einstellung der Fütterung die einzig geeignete Maßnahme, um das Taubenproblem in den Griff zu bekommen. Damit ist für die Aufzucht der Jungtiere weniger Futter verfügbar, die Nahrungssuche wird energieaufwendiger und es kommt zu einer Einschränkung der Brutzeit. Die somit verringerte Fortpflanzungsrate führt zu einer nachhaltigen Abnahme des Bestandes.

Gehölz und Grünpflege an Linzer Bächen

Regelmäßig werden entlang der Linzer Bäche und bei verschiedenen Dammanlagen im Stadtgebiet Pflege- und Sicherheitsarbeiten durchgeführt. Die zu betreuende Mähfläche bei den Dämmen und entlang der Bäche beläuft sich auf rund 302.000 Quadratmeter.

Bei den Mäharbeiten an den Dämmen werden unter anderem der abflusshemmende Bewuchs und das alte Ufergehölz entfernt und wenn notwendig auch Bäume aus- und rückgeschnitten. Damit soll die Funktionsfähigkeit und zugleich die Sicherheit der Linzer Dammanlagen gewährleistet werden.

Insgesamt 72.000 Quadratmeter Bachböschungen entlang der Linzer Bäche werden zweimal jährlich gemäht. Auf Grund der Steilheit der Böschungen erfolgen die Mäharbeiten ausschließlich mit Motorsensen. Das Mähgut wird zum Schutz der Artenvielfalt entfernt und entsorgt.

Drüsiges Springkraut entfernt

2011 wurde mit der Entfernung des Drüsigen Springkrautes entlang der Linzer Bäche begonnen. Die einjährige Pflanze erreicht entlang von Bächen in kürzester Zeit Wuchshöhen von über zwei Metern. Das Kraut stellt damit eine Bedrohung der heimischen standortgerechten Ufervegetation dar und muss entfernt werden. Durch regelmäßiges, mehrmaliges und zeitgerechtes Mähen wurde versucht eine umweltfreundliche Lösung für die Entfernung des überhand nehmenden Springkrauts zu finden.

Naturvermittlung und Umweltbildung

Um Natur erlebbar zu machen, bietet die Naturkundliche Station für Gruppen eine Reihe von Exkursionen und Vorträgen an. Im Programm finden sich unter anderem vier Vogelkundliche Exkursionen, Bachwanderungen, Botanische Wanderungen in verschiedene Stadtteile, ökologisch historische Wanderungen durch die City und vieles mehr. Die Naturkundliche Station betreut den 1. Linzer Vogellehrpfad in St. Magdalena.

Neben diesen Angeboten gibt die Naturkundliche Station vierteljährlich das populärwissenschaftlich aufgebaute Magazin „ÖKO.L – Zeitschrift für Ökologie, Natur- und Umweltschutz“ heraus, das österreichweit als eine der besten Fachzeitschriften gilt. Die Berichte für Ökologie und Naturschutz der Stadt Linz sind wissenschaftliche Publikationen, die über Ergebnisse der Grundlagenforschung informieren.

Gefragte Stadtbauernförderung

Um Anreize für die naturnahe Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Flächen zu schaffen, hält die Stadt Linz jährlich rund 100.000 Euro an Förderungsmitteln bereit. Alle eingereichten Anträge zur Förderung von ökologischer Bewirtschaftung konnten in den drei Jahren von der Naturkundlichen Station positiv erledigt.

In Linz gibt es rund 110 aktive landwirtschaftliche Betriebe. „Die Linzer Stadtbauern sorgen für die Pflege des Grüngürtels im Stadtgebiet und leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz in Linz. Dieses Engagement wird mit der Förderungsaktion unterstützt.

Auch im kommenden Jahr stehen die Fördergelder in Höhe von 100.000 Euro wieder zur Verfügung.

(Informationsunterlage für Stadträtin Mag.a Eva Schobesberger zur Pressekonferenz „Frauen, Umwelt/Naturschutz und Bildung – eine Zwischenbilanz“)

KONTAKT

Magistrat der Landeshauptstadt Linz
Hauptstraße 1-5
4041 Linz

Tel: +43 732 7070 0
Fax: +43 732 7070 54 2110
E-Mail: info@mag.linz.at

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