Seitenanfang

DE   EN   IT   FR   ES   CZ   | SCHRIFT: A    A+   A++ | KONTRAST +| Österreichische Gebärdensprache
Stadt Linz - Presse
Stadt Linz - Startseite
 » Oktober 2016 »  »  »  » Presse-Archiv » Presse »  » Startseite
neue Donaubrücke
VERKEHR
Presseaussendung vom 07.10.2016

Linzer Donaubrücke (Foto)

Vorprojekt fertig – Neubau bald „auf Schiene“

Nach dem Abbruch des letzten Tragwerks der alten Eisenbahnbrücke im Sommer dieses Jahres ist der Weg für die neue Donaubrücke frei. Der Neubau dieser Brücke ist aus der Sicht der Linzer Verkehrsplaner nicht nur die kostengünstigste Variante, sondern auch die verkehrstechnisch beste, weil kreuzungsfreie und platzsparendste Verkehrslösung. Der Ausgang der Volksbefragung zur Eisenbahnbrücke im Herbst 2015 hat nach dem vorübergehenden Planungsstopp den Weg für Abriss und Neubau der Donauquerung letztendlich geebnet.

Die Einreichplanung für die neue Brücke läuft bereits auf vollen Touren und soll noch heuer abgeschlossen werden. Soeben wurde das Vorprojekt fertig gestellt.

„Auch für die weiteren Planungen für die zweite Schienenachse, die Linz notwendig braucht, ist die neue Brücke von entscheidender Bedeutung. Mein Bemühen konzentriert sich nun darauf, rasch alle weiteren Schritte für die reibungslose Realisierung dieser Verkehrsanbindung zu setzen“, bekräftigt Bürgermeister Klaus Luger den hohen Stellenwert des Bauvorhabens für Linz.

„Bereits in der ersten Sitzung nach der Konstituierung des neuen Gemeinderates am 12. November des Vorjahres wurden die Planungsarbeiten an der neuen Donaubrücke durch einen notwendigen Beschluss im Gemeinderat in Auftrag gegeben, um dieses für Linz so wichtige Projekt voranzutreiben“, unterstreicht Infrastrukturreferent Stadtrat Markus Hein.

Am 13. Dezember 2015 wurde die Projektausführung für die neue Donaubrücke von der LINZ AG bzw. der NSL (Neue Schienenachse Linz GmbH) übernommen, die mit dem erfolgten Abbau der alten Eisenbahnbrücke und der Errichtung der Neuen Donaubrücke den ersten Schritt zur Realisierung der neuen Schienenachse für Linz setzt.

Die neue Brücke wird mit Baukosten von etwa 60 Millionen Euro auf insgesamt ca. 33 Metern Breite Platz für zwei Schienenstränge, zwei Fahrbahnen für Autos und Busse sowie kombinierte Geh- und Radwege in jeder Richtung bieten. Sie ist eine grundlegende Voraussetzung für die Realisierung der 2. Schienenachse. In den nächsten Wochen werden die Auswirkungen der am Mittwoch vorgelegten Systemstudie des Landes von der LINZ AG analysiert.

Rendering: Marc Mimram

Ingenieursleistungen im Linzer Gemeinderat beschlossen

Die entsprechenden Ingenieursleistungen für die Planung wurden bereits am 12. November 2015 im Linzer Gemeinderat beschlossen. Bei den Planungen ist zu berücksichtigen, dass die Brücke alle statischen Voraussetzungen zum Befahren mit unterschiedlichen Garnituren erfüllt. Die Ingenieurleistungen umfassen unter anderem die gesamte Architekten- und Tragwerksplanung, diverse Sonderplanungen, Prüfstatik und örtliche Bauaufsicht. Die Kosten für die Detailplanung werden ca. 6,6 Millionen Euro betragen, wobei rund 3,9 Millionen Euro durch die Stadt Linz in Form von Invest-Zuschüssen an die LINZ AG getragen werden.

Einreichplanung voraussichtlich bis November / Dezember fertig

„Nun wird sukzessive mit der weiteren Planung und Realisierung der neuen Brücke begonnen“, informiert Stadtrat Hein über den weiteren Zeitplan. „Die nächsten Schritte, die noch ab diesem Jahr erfolgen, sind nach Abschluss der Finanzierungsverhandlungen mit dem Land Oberösterreich die Vollendung der Einreichungsplanung und der Beginn der für den Brückenneubau erforderlichen Rechtsverfahren“, sagt Bürgermeister Klaus Luger.

„Ich bin optimistisch, dass die Einreichplanung noch heuer an die Bau- und Bezirksverwaltung übermittelt werden kann. Die beabsichtigte Koordinierung der nötigen Rechtsverfahren durch die Stadt Linz kann, so wie auch beim Brückenabbruch, sicherlich zusätzlich zu einer effizienten Realisierung dieses für Linz so wichtigen Brückenneubaus beitragen“, zeigt sich Infrastrukturreferent Markus Hein zuversichtlich.

Technische Details zum Vorprojekt:

Brücke ist 396 Meter lang

Die neue Brücke verfügt über ein durchgehendes Tragwerk mit Stützweiten von 78 m + 120 m + 120 m + 78 m, somit weist sie eine Gesamtlänge von 396 Metern auf.

Fahrspuren

Für Bus und PKW stehen zwei Fahrspuren mit je 3,5 Meter Breite, für die Schienen sechs Meter Breite, für Fußgänger auf beiden Seiten je zwei Meter und für Radfahrer auf beiden Seiten je 2,5 Meter zur Verfügung. Dazu kommen Trennstreifen, Sicherheitsabstände und Raum für die Tragkonstruktion, woraus sich eine Gesamtbreite von 33 Metern ergibt.

Brücke ruht auf drei Pfeilern

Der auf der Linzer Seite ursprünglich geplante vierte Pfeiler ist jetzt nicht mehr vorgesehen. Der im Wettbewerbsentwurf vorgesehene Pfeiler unmittelbar am Linzer Donauufer konnte im Zuge der Weiterbearbeitung des Entwurfs entfallen, die aktuelle Konzeption weist somit nur mehr drei annähernd baugleiche Pfeiler auf, von denen zwei in der Donau zu liegen kommen.

Rendering: Mimram

Die alten Brückenpfeiler der abgebrochenen Eisenbahnbrücke werden im kommenden Jahr bis zur Flusssohle abgetragen. Die neuen Pfeiler werden breiter ausgeführt. Der Pfeiler auf Urfahraner Seite wird nahezu exakt an der selben Stelle wie der alte Pfeiler errichtet, der andere neue Pfeiler wird wegen der größeren künftig erforderlichen Schifffahrtsrinne zwischen den beiden Flusspfeilern näher ans Ufer gerückt.

Montageplatz bereits vorhanden

Der für den Brückenneubau erforderliche Montageplatz wurde im Zuge des Abbruchs der alten Brücke am Urfahraner Donauufer bereits zur Gänze angelegt. Auf diesem Vormontageplatz werden die einzelnen Tragwerksteile zu ganzen Bogenelementen zusammengesetzt. Die Bogenelemente werden anschließend eingeschwommen. Auch die dort geschaffene Anlandungsfläche für Schiffe wird für den Neubau der Brücke genützt.

Manipulationsfläche in Urfahr

Rendering: Mimram

Ecktermine zur Errichtung Neue Donaubrücke Linz (Grobterminplan)

Vorprojekt: fertig

Einreichplanung: seit August 2016 in Arbeit

Einreichung bei der Baubehörde: ab November 2016

Generelles Projekt, Ausschreibung, Vergabe:

November 2016 – Oktober 2017

Bauausführung - Vorarbeiten

August 2017 – Oktober 2017

Start Bauarbeiten für Brückenneubau und Straßenanschlüsse:

November 2017

Verkehrsfreigabe: August 2020

Voraussetzung für die Einhaltung der Termine sind keine bauverzögernden Einsprüche sowie die Sicherung der Finanzierung durch eine Einigung zwischen Stadt Linz und Land Oberösterreich.

Kosten für die Neue Donaubrücke Linz

Die Kosten für die Errichtung der Neuen Donaubrücke Linz betragen rund 60 Millionen Euro. Für den Straßenbau sowie Nebenleistungen belaufen sich die Kosten auf circa acht Millionen Euro.

Vielfältige Rechtsverfahren für den Brückenneubau

Für den Brückenneubau sind verschiedene Behördenverfahren notwendig.

Brückenneubau:

Für die Errichtung, also den Bau der Brücke selbst, werden sechs Verfahren notwendig werden. Dabei handelt es sich um drei Wasserrechts-, ein Naturschutz- sowie ein schifffahrts- und ein straßenrechtliches Verfahren. Dazu könnte noch ein straßenrechtliches Vorordnungsverfahren kommen, falls von den projektierten Straßenachsen noch maßgeblich abgewichen würde, was jedoch nicht zu erwarten ist.

Entscheidung über schienengebundene Verkehrsführung auf Brücke eilt

Sobald die Entscheidung über die Art und Umfang der schienengebundenen Verkehrsführung und Trassierung im Detail gefallen ist, startet das diesbezügliche eisenbahnrechtliche Verfahren. Dieses wird im Übrigen bei jeder Art der schienengebundenen Verkehrsführung (Eisenbahn, City-Runner, Straßenbahn und dergleichen) erforderlich. Für den Bau der Brücke selbst ist es allerdings rechtlich nicht maßgeblich, sondern nur für die schienengebundene Infrastruktur.

Start der Verfahren:

Voraussetzung für die abschließenden Planungen der NSL GmbH ist die geklärte Finanzierung der Brücke. Darauf aufbauend kann die NSL GmbH die Einreichprojekte für die einzelnen Verfahren finalisieren. Diese Einreichprojekte lösen dann die einzelnen Rechtsverfahren aus.

Koordination der Verfahren durch die Stadt

Sobald die Einreichprojekte vorliegen, werden die Rechtsverfahren zum Bau der Brücke parallel zueinander durchgeführt. Seitens der Stadt Linz wird angestrebt, so wie auch beim Abbruch der Brücke, die von der Stadtverwaltung durchzuführenden Verfahrensschritte (insbesondere für Wasser-, Naturschutz- und Schifffahrtsrecht) weitestgehend gemeinsam zu verhandeln, um den Verfahrensverlauf so effizient und zügig wie möglich zu gestalten. Die Bau- und Bezirksverwaltung sowie die NSL arbeiten bei der Abwicklung der Behördenverfahren eng zusammen. Eine eigene Projektkoordination wurde – wie beim Abbruch der Eisenbahnbrücke auch – bereits eingerichtet. 

Abhängig vom Ergebnis der Finanzierung könnten die Einreichprojekte Ende des Jahres vorliegen und die Rechtsverfahren starten. Im Optimalfall dauern sie 6 Monaten. Aufgrund der Mehrdimensionalität des Projekts (kombinierte Brücke mit Straße, Rad- und Fußgängerweg, Straßen- oder Eisenbahn) liegt eine erhöhte Komplexität gegenüber dem Abbruch der Eisenbahnbrücke vor. Da es auch zu Verfahren mit vielen Beteiligten kommen kann, ist im Vergleich zum Abbruchsverfahren mit größeren Unwägbarkeiten und bei Einsprüchen möglicherweise mit Verfahrensverzögerungen zu rechnen.

Je nachdem, wie schnell eine Entscheidung über Art und Umfang der schienengebundenen Verkehrsführung auf der Brücke selbst und in deren weiterem Verlauf fällt, kann das diesbezügliche eisenbahnrechtliche Verfahren vom Landeshauptmann parallel zu den Genehmigungsverfahren zum Bau der Brücke selbst durchgeführt.

Die straßenpolizeilichen Verfahren, die letztlich die Verkehrsflüsse rund um die neue Donauquerung regeln werden, sind erst möglich, sobald die verkehrstechnische Infrastruktur errichtet ist. Sie werden aber jedenfalls so eingetaktet werden, dass sie vor der Eröffnung der neuen Donauquerung abgeschlossen sind. Zukünftige Verkehrsflüsse werden schon im Vorfeld der Planung der Brücke selbst mitberücksichtigt.

Übersicht Behördenverfahren Neubau der Eisenbahnbrücke

Künftige Verkehrsführung: flüssigerer Verkehr, querungsfreie Fuß- und Radwege

Die künftige Verkehrsführung im Zuge der neuen Brücke wird so angelegt,  dass die Umgebung sowohl auf Urfahraner wie auch auf Linzer Seite möglichst wenig beeinträchtigt wird.

So sind für den motorisierten Individualverkehr keine Richtungswechsel und Verschwenkungen erforderlich, ebenso ist beim ruhenden Verkehr der größtmögliche Erhalt von Parkplätzen für SportlerInnen im Bereich der Freizeitanlagen (LäuferInnen, WassersportlerInnen, RadfahrerInnen, SkaterInnen) und für das Gasthaus Lindbauer gewährleistet.

Die gerade Streckenführung der einzuplanenden Straßenbahn ermöglicht einen dichten Takt und kurze Fahrzeiten durch relativ hohe Geschwindigkeiten, weiters sind Haltestellen für Busse in beiden Fahrtrichtungen möglich. Sämtliche schifffahrtsrechtlichen Vorgaben hinsichtlich der Durchfahrtsbreite und -höhe sowie der Pfeilerlage werden erfüllt.

Auf Linzer Seite ist für den Rad- und FußgängerInnenverkehr eine direkte Verbindung zur Hafenstraße ohne Umwege und zusätzliche Querung der Fahrbahn und der Gleistrasse gegeben. Der Weg entlang des Donauparkstadions zum Damm ist ohne zusätzliche Maßnahmen weiter benutzbar.

Verkehrsberuhigung im Wohngebiet

Die künftige Verkehrsführung Richtung Urfahr-Zentrum soll über die Reindlstraße erfolgen. Dadurch ergeben sich Möglichkeiten zur Verkehrsberuhigung in der Ferihumerstraße.

Grafik: Stadt Linz 

(Informationsunterlage zur Pressekonferenz von Bürgermeister Klaus Luger und Infrastrukturreferent Stadtrat Markus Hein zum Thema „Vorprojekt für neue Linzer Donaubrücke“)

 

 

Downloads zur Presse-Aussendung
Dateiformat Bezeichnung Dateigröße
Link auf größeres Bild (neues Fenster): Foto: Marc Mimram Foto: Marc Mimram  Druckdatei (neues Fenster): 20161007cdruck_Foto_Marc_Mimram.jpg
40 x 40 cm mit  300 dpi
(5,9 MB)
Link auf größeres Bild (neues Fenster): Foto: Marc Mimram Foto: Marc Mimram  Druckdatei (neues Fenster): 20161007adruck_Foto_Marc_Mimram.jpg
59 x 40 cm mit  300 dpi
(9,8 MB)
Link auf größeres Bild (neues Fenster): Foto: Marc Mimram Foto: Marc Mimram
 
Druckdatei (neues Fenster): 20161007bdruck_Foto_Marc_Mimram.jpg
38 x 25 cm mit  300 dpi
(5,7 MB)

Creative Commons-Lizenz
Dieses Werk ist unter einer Creative Commons-Lizenz lizenziert.

Die Veröffentlichung der Bilder ist für Medien honorarfrei, jedoch nur mit Fotonachweis. Falls nicht anders angegeben ist anzuführen: "Foto: Stadt Linz". Bei gewerblicher Nutzung bitten wir um Kontaktaufnahme.

FOTO-KONTAKT

Kommunikation und Marketing
Tel+43 732 7070 1371
E-Mail: foto@mag.linz.at

KONTAKT

Magistrat der Landeshauptstadt Linz
Hauptstraße 1-5
4041 Linz

Tel: +43 732 7070 0
Fax: +43 732 7070 54 2110
E-Mail: info@mag.linz.at

weitere Informationen:


Newsletter / RSS