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Betreuerin mit Kindern (Foto: Schwarzl)
KOMMUNALES
Presseaussendung vom 09.02.2018

Bevölkerungsprognose der Unter-5-Jährigen in Linz 2017 – 2027

Anzahl der 3- bis 5-Jährigen steigt um 15 Prozent

Steigende Geburtenzahlen und positive Geburtenbilanz

Ausgangspunkt der vorliegenden Bevölkerungsprognose für Linz bis zum Jahr 2027 ist die Linzer Hauptwohnsitzbevölkerung am 1. Jänner 2017 mit 204.000 Personen. 12.000 oder knapp sechs Prozent davon sind Kinder bis fünf Jahre.

Bei der Hauptvariante steigt die Gesamtbevölkerung von 204.000 bis 2027 um 9 Prozent auf etwa 222.000 an. Die Gruppe der Kinder im Kindergartenalter (3 bis 5 Jahre) wird bis zum Jahr 2027 um 15 Prozent wachsen. Für die Gruppe der Unter-2-Jährigen wird ein Anstieg von 11 Prozent prognostiziert. Insgesamt wird die Gruppe der Kinder im Vorschulalter bis 2027 um etwa 1.500 Personen oder 13 Prozent wachsen.

Die Geburtenbilanz bleibt weiterhin positiv. Für die Hauptvariante ergibt sich daraus eine Zunahme der Geburtenzahl bis zum Jahr 2027 um knapp 8 Prozent.
„Besonders erfreulich ist die steigende Zahl der Kinder und die weiterhin positive Geburtenbilanz. Im Vorjahr konnte der hohe Level bei den Geburten mit 2.213 Babys gegenüber dem Jahr 2016 gehalten werden“, so Bürgermeister Klaus Luger.

Drei verschiedene Wanderungsszenarien

Die Bevölkerungszahl verändert sich einerseits durch Geburten und Sterbefälle, andererseits durch Zu- und Wegzüge. Da für die Stadt Linz eine Vorhersage der Wanderungsbewegungen seriös nicht durchführbar ist, wurden drei Wanderungsszenarien definiert.
Die Annahmen über die Entwicklung der Lebenserwartung und der Fruchtbarkeit basieren auf der Linzer Entwicklung bis zum Jahr 2016 und der Bevölkerungsprognose der Statistik Austria für Oberösterreich und Österreich.

Wegen der hohen Wanderungsgewinne der letzten Jahre geht die Prognose im ersten Prognosejahr von einem relativ hohen Wanderungsgewinn zwischen 1.800 und 2.200 Personen aus, der bis zum Jahr 2023 auf 750 Personen (niedrige Variante), 1.250 Personen (mittlere Variante) oder 1.750 Personen (hohe Variante) sinkt und danach konstant bleibt.

Die mittlere Variante als Hauptvariante

Die mittlere Variante mit einem Wanderungsgewinn von 1.250 Personen jährlich ab dem Jahr 2023 wird bei dieser Bevölkerungsprognose für Linz als Hauptvariante definiert.

Zunahme der Gesamtbevölkerung bis 2027 um 9 Prozent

Bei der Hauptvariante steigt die Gesamtbevölkerungszahl von 204.000 (Stand: 1.1.2017) bis 2027 um 9 Prozent auf etwa 222.000 an. Bei der hohen Variante liegt die Zahl der Gesamtbevölkerung 2027 mit etwa 226.000 um 11 Prozent über der Bevölkerungszahl des Jahres 2017. Unter der Annahme der niedrigen Variante wächst die Bevölkerungszahl bis 2027 um 7 Prozent auf etwa 217.700 Personen.

Zahl der Kinder im Kindergartenalter steigt um 15 Prozent

Die Anzahl der 3- bis 5-Jährigen steigt je nach Szenario zwischen 13 und 18 Prozent bis 2027 an. Die Hauptvariante hat einen Anstieg dieser Altersgruppe um 15 Prozent zur Folge.

Zahl der Babys und Kleinkinder erhöht sich um 11 Prozent

Die Zahl der Babys und Kleinkinder bis 2 Jahre steigt von 2017 bis 2027 je nach Annahme über den Wanderungsgewinn um etwa 500 bis 900 Personen an. Bei der Hauptvariante zählt Linz im Jahr 2027 um 11 Prozent mehr Unter-2-Jährige.

Positive Geburtenbilanz

Seit Beginn der 1970er-Jahre konnte die Lebensstadt Linz über mehr als drei Jahrzehnte nur negative Geburtenbilanzen vorweisen. Erst ab dem Jahr 2004 näherte sich die Zahl der Geburten wieder jener der Sterbefälle an. Im Jahr 2008 konnte erstmals nach 36 Jahren wieder ein Geburtenüberschuss festgestellt werden. In den Jahren 2013 bis 2016 war die Geburtenbilanz ebenfalls positiv. Im Durchschnitt der Jahre 2014 bis 2016 zählte Linz 2.180 Geburten und 2.040 Sterbefälle. Der durchschnittliche Geburtenüberschuss betrug 140 Personen.

Für die Hauptvariante ergibt sich daraus eine Zunahme der Geburtenzahl bis 2027 um 8 Prozent. Bei der hohen Variante steigt die Zahl der Geburten bis 2027 um 11 Prozent. Im niedrigen Szenario nimmt die Geburtenzahl bis 2027 um 4 Prozent zu.

Alle drei Szenarien führen bis 2027 zu einem kontinuierlichen Rückgang der Sterbefälle. Je nach Wanderungsszenario variieren die Werte zwischen 3 bis 4 Prozent.

Die Geburtenbilanz ist bis zum Jahr 2027 bei allen drei Wanderungsszenarien positiv. Je nach Szenario liegt der prognostizierte Geburtenüberschuss des Jahres 2027 zwischen etwa 320 und 450 Personen. Bei der Hauptvariante beträgt der Überschuss etwa 380 Personen.

Geburtenbilanz 2017

Im Jahr 2017 erblickten in der Lebensstadt Linz insgesamt 2.213 Säuglinge das Licht der Welt. Dem standen 2.002 Sterbefälle gegenüber. Die Geburtenbilanz war mit + 211 Personen deutlich positiv.

2018: 335 zusätzliche Plätze in Kindergärten und Krabbelstuben in Bau

Dem Babyboom Rechnung tragend, beschloss der Linzer Gemeinderat ein Ausbauprogramm für die Kinderbetreuung von insgesamt 554 Plätzen.

Im heurigen Jahr wird an 5 Standorten an 335 neuen Kindergartenplätzen gebaut.

Übersicht über alle neuen Betreuungsplätze bis 2020:

Linzer Tarifmodell für Kindergärten

Seit 1. Februar 2018 gilt die vom Land Oberösterreich verordnete kostenpflichtige Nachmittagsbetreuung in Kindergärten. Der Linzer Gemeinderat beschloss ein eigenes Tarifmodell, über das alle Eltern in einem umfassenden Informationsschreiben informiert worden sind.

Das Linzer Tarifmodell stellt gegenüber den Vorgaben des Landes eine deutliche Entlastung für den Mittelstand und für einkommensschwache Familien dar. Für ein Drittel der Kinder fallen weiterhin keine Gebühren an. Alle Eltern haben bis Montag, 12. Februar 2018, Zeit, über die weitere Betreuung ihrer Kinder am Nachmittag in Ruhe eine Entscheidung zu treffen.

Mit dem Linzer Tarifmodell beweist die Lebensstadt Linz einmal mehr die konsequente Schwerpunktsetzung auf Familienfreundlichkeit und soziale Sicherheit. Die besseren Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf tragen darüber hinaus positiv zum einsetzenden Wirtschaftsaufschwung bei.

„Die Stadt Linz, die nicht umsonst seit mehreren Jahren in Folge mit dem 1A-Gütesiegel des Kinderbetreuungsatlasses ausgezeichnet wurde, konnte aus eigener Kraft einen besseren Weg mit dem Linzer Tarifmodell einschlagen“, ist Bürgermeister Klaus Luger überzeugt.

(Informationsunterlage zur Pressekonferenz von Bürgermeister Klaus Luger zum Thema „Bevölkerungsprognose der Unter-5-Jährigen in Linz 2017 – 2027“)

Informationsunterlage (PDF, 337 kB) (neues Fenster).

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