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SOZIALES
Presseaussendung vom 07.05.2018

Neue Kampagne „Mann, du kannst das!“ (Foto)

Stadt Linz sucht Männer für die Betreuung von Kindern sowie Seniorinnen und Senioren

Mit 9. Mai 2018 startet eine neue städtische Kampagne: Ab diesem Tag wird eine Straßenbahn mit der Bewerbung „Mann du kannst das!“ auf Initiative der Gleichbehandlungsbeauftragten und der Gleichbehandlungskommission durch Linz fahren. Die thematische Abstimmung erfolgte in Zusammenarbeit mit den Seniorenzentren Linz GmbH (SZL) sowie den Kinder und Jugend-Services Linz (KJS).

„Der Pflegebereich und die Kinderbetreuung sind weiblich dominierte Arbeitsbereiche. Die Sensibilisierungs- und Bewerbungskampagne in Berufsfeldern der Kinderbetreuung und im Pflegebereich soll Männer unterstützen und ermutigen, sich für diese Berufe zu begeistern und sie zu ergreifen“, sagt Vizebürgermeisterin und Sozialreferentin Karin Hörzing.

 „Die Stadt Linz bekennt sich zu einer aktiven Gleichstellungspolitik. Der Magistrat und die Stadt Linz sind mit all den gesetzten Maßnahmen und Programmen in vielen Bereichen Vorbild und Benchmark für andere Städte“, sagt Frauenstadträtin Mag.a Eva Schobesberger.

Die aufwendig beklebte Straßenbahn ist ab 9. Mai für mindestens zwei Monate unterwegs. Alle vier Linien werden bedient. Ziel ist es, mit den Illustrationen die Aufmerksamkeit der Bürgerinnen und Bürger auf die neue städtische Kampagne „Mann, du kannst das!“ zu lenken. Tradierte Rollenbilder von Männern und Frauen sollen aufgebrochen werden. Der Farbverlauf auf der Straßenbahngarnitur von Fliedertönen bis zu blau symbolisiert Frauen und Männer gleichermaßen. 

Große Hemmschwelle für Männer

Männer arbeiten gegenüber Frauen nach wie vor sehr selten als Kindergärtner oder Fachsozialbetreuer Altenhilfe. In Oberösterreich liegt der Anteil bei etwa zwölf Prozent. Gerade weil dieser Arbeitsbereich von Frauen dominiert ist, gibt es eine Hemmschwelle für Burschen und Männer, einen solchen Beruf zu ergreifen.

Und genau das soll sich ändern! Denn Männer sind im Pflege- und Betreuungsbereich heiß begehrte Arbeitskräfte. Sie sind verantwortungsbewusst, einfühlsam, aufmerksam und persönlich engagiert. Viele sind sich ihrer Fähigkeiten zudem gar nicht bewusst, denn soziale Kompetenz, ein natürliches Talent im Umgang mit Menschen oder pädagogisches Vermögen wird traditionell eher Mädchen und Frauen zugeschrieben. Eine solche Klassifizierung ist natürlich längst nicht mehr zeitgemäß.

Karrierechancen

Belohnt wird das berufliche Engagement in sozialen Berufen nicht nur mit Dank und Wertschätzung. 85 Prozent aller Absolventen oberösterreichischer Gesundheits- und Pflegeausbildungen finden innerhalb von nur drei Monaten nach Abschluss eine feste Anstellung. Das durchschnittliche Einstiegsgehalt beträgt 2.070 (mittlere/höhere Schule) bis 2.960 Euro (Uni/FH/PH) brutto im Monat. Auch ein rascher Wechsel in Führungspositionen ist möglich.

Kinderbetreuungs-Jobs in OÖ

Kinderbetreuung ist mehr als ein Job. Es ist soziale und gesellschaftliche Verantwortung verbunden mit Spaß und hervorragenden Berufschancen. Kinder bilden das Zukunftspotential jeder Gesellschaft. Durch Neugier, Experimentierfreude und Selbsttätigkeit, durch entdeckendes Lernen, Lernen am Modell oder Lernen im Spiel erwerben Kinder ständig neues Wissen und gewinnen Erfahrungen über sich und ihre Umwelt. Diese Entwicklungen zu begleiten und aktiv mitzugestalten ist eine anspruchsvolle, aber auch erfüllende Aufgabe.

Elementarpädagogik: Was ist das?

Elementare Bildung betrifft Lernprozesse des Kindes, sein selbstbestimmtes Handeln, seine Teilnahme an gesellschaftlichen und kulturellen Prozessen sowie die Übernahme von Verantwortung. Die individuelle Selbst- und Weltdeutung des Kindes wird unterstützt und begleitet. In der humanistischen Tradition wird dieser Prozess als „Aneignung der Welt“ bezeichnet. Unter Bildungsprozessen werden komplexe Austauschprozesse zwischen Kindern und ihrer Lebenswelt verstanden. Kinder tragen zu ihrer Bildung selbst bei, indem sie ihre Kompetenzen – unterstützt durch Impulse ihrer sozialen und materialen Umwelt – ständig weiterentwickeln.

Berufe

  • Kindergartenpädagoge
  • Freizeitpädagoge
  • Hortpädagoge

Arbeitsfelder

  • Kindergärten
  • Horte
  • Sozialpädagogische Wohngruppen
  • Zahlreiche Spezialisierungsoptionen

Wichtige Voraussetzungen

  • Wertschätzende, respektvolle Art
  • Achtung vor den Bedürfnissen und Interessen der Kinder
  • Kreativität und hohes Engagement
  • Situatives, sensibles und lösungsorientiertes Handeln
  • Kooperative Herangehensweise im Team
  • Sicheres, höfliches Auftreten
  • Willen zu lebenslangem Lernen

Was bringt der Job mit sich?

Pädagoginnen und Pädagogen respektieren Mütter und Väter als Expertinnen und Experten für ihre Kinder und kooperieren mit den Familien der Kinder im Sinne einer Bildungs- und Erziehungspartnerschaft. Große Bedeutung kommt auch dem Spiel als eine Form der kindlichen „Aneignung der Welt“ zu. Mit dem Begriff Spielfähigkeit werden die Spielfreude, die unermüdliche Neugier und Aktivität von Kindern sowie ihre intrinsische Motivation, die Umgebung mit allen Sinnen handlungsnahe zu begreifen und Neues zu lernen, bezeichnet. Insbesondere das freie Spiel ist eine ideale Quelle für die Lernmotivation, die sozialkommunikativen Kompetenzen und das unterschiedliche Denken.

Ausbildungsmöglichkeiten

  • Einstieg nach Erfüllung der Schulpflicht
    Bereits nach acht Schuljahren ist der Einstieg in die Ausbildung in dieses Berufsfeld in einer Bildungsanstalt für Elementarpädagogik (BAfEP) möglich. Hier ist im Vorfeld auch eine Eignungsprüfung abzulegen.
  • Einstieg nach der Matura
    Für Interessierte mit abgelegter Reifeprüfung wird die Ausbildung in ausgewählten BAfEPs auch in Form eines Kollegs angeboten, und zwar als Tagesform und alternativ berufsbegleitend.
    Bewerbungen nehmen die Kinder und Jugend-Services Linz entgegen. E-Mail: kjs@mag.linz.at Tel: + 43 732 7070 2891.

Pflege-Jobs in OÖ

Pflege ist mehr als ein Job. Der Gesundheits- und Pflege-Bereich bietet spannende Berufsmöglichkeiten!  Krankenpfleger, Fachsozialbetreuer oder Pflegeassistenten erfüllen äußerst wichtige Rollen in unserer Gesellschaft. Sie werden gebraucht.

Berufe

  • Fachsozialbetreuer Altenhilfe
  • Dipl. Gesundheits- & Krankenpfleger
  • Pflegeassistent

Arbeitsfelder

  • SeniorInnenzentren, Alten- und Pflegeheime
  • Krankenhäuser
  • Soziale Einrichtungen

Wichtige Voraussetzungen

  • Verantwortungsbewusstsein und Zuverlässigkeit
  • Freude am Umgang mit anderen Menschen
  • Einfühlungsvermögen für menschliche und soziale Probleme
  • Physische und psychische Belastbarkeit
  • Interesse an medizinisch-pflegerischen Materien

Was bringt der Job mit sich?

Soziale Berufe im Pflegebereich entwickeln sich stets weiter. Neue Methoden und Techniken gestalten den Berufsalltag ebenso abwechslungsreich wie die verschiedensten Aufgaben. Sie arbeiten meist in Teams und sind auch mit anderen Berufsgruppen im Gesundheits- und Pflegewesen häufig in Kontakt. Außerdem bestehen zahlreiche Möglichkeiten für Fort- bzw. Weiterbildung und damit die Chance, Führungspositionen zu übernehmen.

Ausbildungsmöglichkeiten

Für Fachsozialbetreuer Altenhilfe:

  • Altenbetreuungsschule des Landes
  • BFI Linz
  • Diakonie Gallneukirchen
  • Caritas Linz Urfahr
Potenzial und Engagement der Jugendlichen Für Pflegefachassistenz
  • Vizentinum am Ordensklinikum Barmherzige Schwestern, Standort Ordensklinikum Barmherzige Schwestern
  • Klinik Diakonissen Linz

Für diplomierte Gesundheits- und Krankenpfleger (Voraussetzung Matura)

  • KuK Linz (FH)
  • Vinzentinum am Ordensklinikum Barmherzige Schwestern, Standort Ordensklinikum Elisabethinen (FHGOÖ Bachelorstudium für Gesundheits- und Krankenpflege)

Bewerbungen nehmen die SZL Seniorenzentren Linz GmbH entgegen.
E-Mail: dion@szl.linz.at, Tel: +43 732 3408 0

(Informationsunterlage zur Pressekonferenz von Vizebürgermeisterin Karin Hörzing und Stadträtin Mag.a Eva Schobesberger zur Kampagne „Mann, du kannst das!)

www.manndukannstdas.at

Kontakt:
Gleichbehandlungsbeauftragte Kurz-Khattab Patricia, PMPH
Tel.: +43 732 7070 1266

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