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Presseaussendung vom 07.05.2018

Neues Mitmach-Projekt „Natur macht Schule“ startet! (Foto)

Angebote der Stadt Linz und der Landwirtschaftskammer OÖ ermöglichen für Stadtkinder Unterricht mit allen Sinnen

Woher kommt unser Obst und Gemüse? Eine Frage, die besonders für Kinder aus dem urbanen Raum nicht immer klar zur beantworten ist. Die Stadt Linz bietet daher den Schulen eine Vielzahl an Aktionen für ein aktives Naturerlebnis für Kinder an: Vom Schul-Obstbaum über das Pflanzenbeet und Kartoffelpyramiden bis hin zu Hecken die schmecken.

Unter dem Motto „Natur macht Schule“ gibt der für Stadtnatur und Lebensqualität zuständige Vizebürgermeister Bernhard Baier nun den Startschuss für ein neues Mitmach-Projekt für Kinder. „Damit wird der urbane Schulgarten zum Ernten Realität“, freut sich Baier über die neue Initiative des Grünressorts, die Unterricht mit allen Sinnen ermöglichen soll. „Ziel ist es, den Stadtkindern ein nachhaltiges Naturerlebnis zu ermöglichen. Sie sollen wissen und verstehen woher Erdäpfel, Karotten, Beeren und vieles mehr kommen“, erklärt Baier. Vor allem in der westlichen Welt haben sich viele Menschen im urbanen Raum von der Natur entfremdet. Daher fehlt auch oft vielen Kindern und Jugendlichen der Bezug zu Obst und Gemüse. Sie wissen zwar, dass es die Produkte im Supermarkt zu kaufen gibt. Doch wo und wie die Pflanzen wachsen, wie viel Zeit und Pflege für eine gute Ernte nötig sind, ist vielen fremd.

„Dieser Entwicklung möchten wir mit der Initiative „Natur macht Schule“ gegensteuern. Wir bieten daher mit den Experten aus dem Geschäftsbereich Stadtgrün und Straßenbetreuung den Schulen verschiedene Aktionen im Rahmen des Unterrichts an. Die Schülerinnen und Schüler können lernen, sich um Pflanzen zu kümmern. Als Belohnung für die ausdauernde Pflege wartet die Ernte zum Genießen. Junge Menschen lernen so Gartenarbeit kennen und lernen natürliche Nahrungsmittel mehr wertzuschätzen“, ist der Initiator von „Natur macht Schule“, Vizebürgermeister Bernhard Baier, überzeugt.

Denn auch wenn in jüngster Vergangenheit wieder ein Trend hin zu mehr Naturbewusstsein bei der Stadt-Bevölkerung sichtbar wird, sind es immer noch wenige Eltern und Großeltern die Garteln und ihr eigenes Gemüse und Obst heranziehen. Auch weil es durch die Wohnsituation im städtischen Umfeld oft schwieriger ist als am Land.

Platz im Schulgarten

Die meisten Linzer Schulen haben einen Schulgarten. Viele dieser Schulgärten sind groß. Sie bieten den Kindern die Möglichkeit, sich in den Pausen in der frischen Luft bewegen zu können. Da finden auch überall ein Gemüsebeet Platz, oder ein paar Beerensträucher und ein Obstbaum. Sogar in innerstädtischen Schulen, wo der Platz begrenzt ist, besteht die Möglichkeit, ein Kräuterkistel oder Gemüse- und Kräutertöpfe aufzustellen.

Start der Aktion

Heuer im Frühling wurde der Folder „Natur macht Schule“ an alle städtischen Schulen verschickt. Darin sind alle Angebote der Stadt für den naturnahen Unterricht angeführt:

  • Hecken die Schmecken:
    Die Mitarbeiter des Geschäftsbereiches Stadtgrün und Straßenbetreuung pflanzen Beerensträucher in den Schulgarten. Die Ernte können Lehrkräfte und Kinder vernaschen. Auch in Linzer Parks können die Menschen in der Stadt Beeren pflücken, insgesamt an 33 Standorten.
  • Obstbaum für den Schulgarten:
    Es besteht auch die Möglichkeit, einen Obstbaum zu pflanzen. Dessen Früchte können ebenfalls jedes Jahr geerntet werden.
  • Gemüsepflanzen für das Beet:
    Der Geschäftsbereich Stadtgrün und Straßenbetreuung gibt Gemüsepflanzen und Kräuter ab Mitte Mai für Beete und Töpfe aus. Kinder und Lehrkräfte setzen diese dann ein und kümmern sich um die regelmäßige Pflege.
  • Nährstoffreiche Komposterde:
    Damit Pflanzen gut gedeihen, brauchen sie nährstoffreiche Erde. Die städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter liefern Komposterde und stehen für Fragen jederzeit bereit.
  • Schule in die Gärtnerei:
    Bei einem Besuch in der Stadtgärtnerei am Thurnermeisterhof, Bancalariweg 41, lernen die Schülerinnen und Schüler den Betrieb und die Aufgaben der Gärtnerinnen und Gärtner kennen. In der Stadtgärtnerei und in der Baumschule im Thurnermeisterhof zieht ein engagiertes Team den Großteil der in Linz benötigten Pflanzen für öffentliche Parkanlagen, Schulen und Kindergärten oder das Verkehrsgrün heran. Darüber hinaus werden hier Bäume, Sträucher, Stauden und Gräser kultiviert. Der Linzer Gehölz-Nachwuchs (außer Obstbäume) kommt aus der stadteigenen Baumschule am Thurnermeisterhof. Dort werden sie standortgerecht an das Linzer Klima angepasst, in großer Artenvielfalt, ohne eingeschleppte Schädlinge und ökologisch nachhaltig herangezogen. Die Führungen durch die stadteigene Gärtnerei organisiert die Landwirtschaftskammer.

Aktuelles Angebot

Momentan warten Kräuter und Gemüsejungpflanzen in der Stadtgärtnerei, um jederzeit abgeholt zu werden. Bewährt hat sich auch die Kartoffelpyramide. Im Rahmen des Werkunterrichts bauen die Kids die Pyramiden aus Holz, sie werden mit Erde befüllt und bepflanzt.

Auch Beerensträucher können jetzt noch gesetzt werden. Für das Pflanzen von Obstbäumen muss der Herbst abgewartet werden.

Kinder im Freien

Die bäuerliche Welt mit allen Sinnen erfahren

Erfolgreiche Aktivitäten und Programme der Bäuerinnen und Bauern für Kinder

In den letzten Jahren setzte die Landwirtschaftskammer OÖ mit dem Ausbau des Schule am Bauernhof-Programms und mit vielen Kinder-Kochkursen der Seminarbäuerinnen verstärkt Initiativen, um insbesondere jungen Leuten das Leben und die Arbeit am Bauernhof sowie das Thema Lebensmittelherkunft näher zu bringen. Zusätzlich wurde im Vorjahr der „Tag der Landwirtschaft“ ins Leben gerufen, bei dem 1.500 Stadtkinder und 80 Pädagogen in der Landwirtschaftskammer Linz und den Bezirksbauernkammern Ried sowie Steyr zu Gast waren und der auch heuer wieder am 3. und 4. Oktober stattfinden wird.

„Bäuerinnen und Bauern geben durch aktive Öffentlichkeitsarbeit Einblick in ihre vielfältigen Tätigkeiten und können Verständnis für ihre Produktionsmethoden wecken. Sie stellen ihre Arbeit unverfälscht dar und gehen auf Themen wie die Lebensmittelkennzeichnung oder das Tierwohl konkret ein. So lernen die Schüler die Wechselwirkung zwischen dem eigenen Konsumverhalten und den Rahmenbedingungen in der Landwirtschaft kennen“, erläutert Franz Reisecker, Präsident der Landwirtschaftskammer .

Immer mehr Kinder haben keinen praktischen Bezug mehr zur ländlichen Kultur und kennen Landwirtschaft nur mehr aus den Medien. Daher ist es der Landwirtschaftskammer umso wichtiger, dass die Kinder bei Besuchen auf den Bauernhöfen ein realistisches Bild mit nach Hause nehmen oder in Kochkursen lernen, wann welche Lebensmittel Saison haben. Ganz nebenbei werden diese Kinder, aber auch die begleitenden Pädagogen, zu Botschaftern eines positiven Images der Landwirtschaft.

Erfolgreicher „Tag der Landwirtschaft“

Beim „Tag der Landwirtschaft“ zeigten Bäuerinnen und Bauern aus den Bezirken bei einem Stationenbetrieb, was eine Kuh frisst, wie man selbst Butter macht, wie Legehennen gehalten werden, welche Getreidesorten für Brot verwendet werden oder was ein Etikett über die Herkunft eines Lebensmittels erzählt. „Die Landwirtschaftskammer hat zu diesem Tag vor allem Schüler aus den Städten eingeladen und er fand sowohl bei den Schülern als auch bei den Lehrern derart großen Anklang, dass die Landwirtschaftskammer beschloss, diesen zu einer ständigen Einrichtung werden zu lassen“, erläutert Reisecker. Heuer findet der Tag der Landwirtschaft am 3. und 4. Oktober in Linz statt und die Einladungen werden demnächst an die Schulen verschickt.

Seminarbäuerinnen sind in den Schulen gern gesehen

Gesunde Ernährung ist an den Schulen seit Jahrzehnten ein wichtiges Thema. Dabei steht auch die Bewusstseinsbildung dafür im Mittelpunkt, wo unsere Nahrung herkommt und wer für die Produktion der Lebensmittel-Rohstoffe zuständig ist. Deshalb sind die Seminarbäuerinnen in den Schulen gern gesehene Vortragende, wenn sie die Geschmacksschule vorstellen oder Wissenswertes zur Lebensmittelkennzeichnung erörtern. Bei der Gemüse-Geschmacksschule steht das Erleben mit allen Sinnen im Vordergrund. Gemüse kann man sehen, riechen, schmecken, hören und auch fühlen. Spezialisierte Seminarbäuerinnen machen so den Kindern auf spielerische Art und Weise Lust auf heimisches Gemüse.

Das Angebot für die Kinderkochkurse wird von den Seminarbäuerinnen ständig erweitert. Seminarbäuerinnen sind in einem speziellen Zertifikatslehrgang ausgebildete Bäuerinnen. Derzeit gibt es in ganz Oberösterreich 78 Seminarbäuerinnen, die im letzten Schuljahr  unter anderem 147 Kinder-Kochkurse mit 1.600 Teilnehmern veranstalteten.

Schule am Bauernhof

Die Zahl der Schule am Bauernhof-Anbieter steigt in Oberösterreich kontinuierlich: Zurzeit gibt es 127 Betriebe mit den unterschiedlichsten Angeboten für ein lebendiges und erlebnisorientiertes Lernen am Bauernhof. Acht dieser Betriebe sind im Bezirk Linz-Land und diese sind für die Linzer Schulkinder besonders leicht erreichbar. Im letzten Schuljahr nahmen rund 20.700 Schul- und Kindergartenkinder an den insgesamt rund 1.200 Schule am Bauernhof-Veranstaltungen teil. Den Löwenanteil machen dabei Halbtages-Besuche mit ca. 1.100 Veranstaltungen aus, es gab aber auch ca. 100 Bauernhof-Wochen für Schulklassen.

Qualifizierte Bäuerinnen und Bauern vermitteln bei Schule am Bauernhof bauernhofpädagogische Inhalte mit Programmen wie „Vom Korn zum Brot“ oder „Der Weg der Milch“. Die Kinder und Pädagogen gewinnen Einblicke in regionsspezifische Betriebszweige wie Milchwirtschaft, Ackerbau, Schweineproduktion, Gemüsebau, Forstwirtschaft, Biolandbau bis hin zu Almwirtschaft und Imkerei. Die Programme sind altersgemäß passend aufbereitet, Hauptzielgruppen sind Kindergärten und Volksschulen. Aber auch immer mehr Neue Mittelschulen, Allgemeine und Berufsbildende Höhere Schulen nutzen diese Fortbildungsmöglichkeit und bei den jugendlichen Besuchern werden die Kompetenzen als zukünftige bewusste Konsumenten gestärkt.

Die hohe Qualität der Bauernhofprogramme wird durch eigene Qualifizierungsmaßnahmen der Bäuerinnen und Bauern und durch die Überprüfung der Höfe in Bezug auf betriebliche Eignung und Sicherheit gewährleistet. Jeder teilnehmende Bauernhof absolviert regelmäßig verpflichtende Schulungen in den Bereichen Hygiene, Allergene und Erste Hilfe und durchläuft regelmäßige Sicherheitsüberprüfungen.

„Die Vernetzung zwischen Kindergärten, Schulen und bäuerlichen Betrieben ist uns ein großes Anliegen, deswegen präsentieren wir unsere Angebote auch laufend bei Lehrer- und Kindergartenpädagogen-Weiterbildungen sowie pädagogischen Fachmessen und freuen uns, dass wir heute unsere Aktivitäten gemeinsam mit dem Projekt ,Natur macht Schule‘ der Stadt Linz vorstellen dürfen“, so Reisecker abschließend.

Kindergartenkinder

(Informationsunterlage zur Pressekonferenz „Natur macht Schule“ mit Grünreferent Vizebürgermeister Mag. Bernhard Baier und Landwirtschaftskammer-Präsident Ing. Franz Reisecker)

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Link auf größeres Bild (neues Fenster): Personengruppe Ein Korb voller Kräuter- und Gemüsejungpflanzen aus der Stadtgärtnerei: Damit unterstützen die Stadt Linz und die Landwirtschaftskammer das neue Mitmach-Projekt "Natur macht Schule". Im Bild Landwirtschaftskammer-Präsident Franz Reisecker (li), Gemeinderätin Michaela Sommer (Bild Mitte) und Vizebürgermeister Mag. Bernhard Baier.   Druckdatei (neues Fenster): 20180507t_druck.jpg
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