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Volkshaus Auwiesen
SOZIALES
Presseaussendung vom 04.06.2018

Fünf Jahre Stadtteilzentrum Auwiesen:

Gefragte Serviceeinrichtung für alle Lebenssituationen

Das Stadtteilzentrum Auwiesen öffnete vor fünf Jahren am 6. Mai 2013 im Volkshaus Auwiesen seine Tore. „Mit dem Stadtteilzentrum Auwiesen hält die Stadt Linz eine bürgernahe Serviceeinrichtung bereit, deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit dem Leben im Stadtteil vertraut sind und unmittelbar vor Ort Gemeinwesenarbeit leisten“, informiert Sozialreferentin Vizebürgermeisterin Karin Hörzing.

Neben zahlreichen städtischen Leistungen, wie einer Sozialberatungsstelle, Angeboten zur bedarfsorientierten Mindestsicherung, Unterstützung durch die Erziehungshilfe, unterstützen GemeinwesenarbeiterInnen im Stadtteilzentrum und im öffentlichen Raum die sozialen Prozesse im Stadtteil. Seit 2015 gibt es darüber hinaus das Gemeinschaftszentrum Auwiesen, mit dem Ziel, durch die Gestaltung von Begegnungsorten und durch die Unterstützung von Selbstorganisation zu einem guten Zusammenleben im Stadtteil beizutragen.

Zielgruppe und Einzugsgebiet

Zielgruppe des Stadtteilzentrums sind die Bewohnerinnen und Bewohner der Stadtteile Auwiesen, Kleinmünchen, Kleinwörth und Schörgenhub. Mehr als 14.000 Haushalte umfasst das Einzugsgebiet des Stadtteilzentrums.

240.000 Euro jährlich für Betrieb

Die jährlichen Gesamtausgaben des Geschäftsbereichs Soziales, Jugend und Familie für den laufenden Betrieb des Stadtteilzentrums Auwiesen betragen 240.000 Euro. Der Errichtung des damaligen Pilotprojektes in Auwiesen ging ein Gemeinderatsbeschluss vom September 2012 voraus.

Soziale Unterstützung in vielfältiger Hinsicht

Die Einrichtung bietet den Bewohnerinnen und Bewohnern ein umfassendes Serviceangebot direkt vor Ort. Situiert im zentral gelegenen Volkshaus, ist die leichte Erreichbarkeit für die lokale Wohnbevölkerung vorhanden.
Neben zahlreichen städtischen Leistungen, wie einer Sozialberatungsstelle, Angeboten zur bedarfsorientierten Mindestsicherung, Unterstützung durch die Erziehungshilfe, unterstützen GemeinwesenarbeiterInnen in einem multiprofessionellen Team im Stadtteilzentrum und im öffentlichen Raum die sozialen Prozesse im Stadtteil.

Durch die Stadtteilarbeit wird die Kommunikation und das Miteinander im Stadtteil gefördert und nachhaltige Strukturen des sozialen Zusammenhalts unter der Wohnbevölkerung des Stadtteils aufgebaut.

Es steht ein Team von 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiterinnen zur Verfügung. Davon sind neun Personen direkt im Stadtteilzentrum angesiedelt, vier weitere sind für Sprechstunden vor Ort. Ergänzt und unterstützt wird das Team durch einen Lehrling sowie eine Mitarbeiterin im Rahmen des Beschäftigungsprojekts Jobimpuls.

Auch die GWG bietet ihren Mieterinnen und Mietern ein Mal im Monat die Möglichkeit zum direkten Kontakt mit der Hausverwaltung in den Räumlichkeiten des Stadtteilzentrums.

Gemeinwesenarbeit und Vernetzung

 Die GemeinwesenarbeiterInnen vernetzen bestehende Angebote, sind Informationsdrehscheibe sowie Ansprechstelle für Anliegen der Bevölkerung und übernehmen die Aufgabe der Informationsvermittlung zu Verwaltung und Politik. Sie führen Beratungen und

Konfliktbegleitung durch und setzen gemeinsam mit den PartnerInnen und BewohnerInnen gemeinsam Projekte um.

Seit 2015 Gemeinschaftszentrum

Seit 2015 organisieren und betreuen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das Gemeinschaftszentrum Auwiesen. Das Gemeinschaftszentrum ist eine soziokulturelle Einrichtung für die Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils Kleinmünchen/Auwiesen, wo ein generationsübergreifendes breites Miteinander aller Altersgruppen ermöglicht werden soll.

Vorrangiges Ziel ist es, durch die Gestaltung von Begegnungsorten und durch die Unterstützung von Selbstorganisation zu einem guten Zusammenleben im Stadtteil beizutragen.

Unterschiedliche Vereine und Initiativen nutzen die Räumlichkeiten: Otelo (Offenes Technologie-Labor und Repair Cafe), das Learn-Café, eine Handarbeitsrunde, ein Nimm-Bring-Laden, Deutschkurse, Spieletreff sowie unterschiedlichste Musik- und Tanzgruppen. Durch die Kommunikation untereinander entstehen oftmals neue Projektideen. Diese Angebote sind kostenlos nutzbar.

Rückblick: Fünf Jahre Stadtteilzentrum Auwiesen

Durch Vernetzung und Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Partnerinstitutionen konnten Konflikte am und rund um den Wüstenrotplatz merklich verbessert werden. Wo es noch vor fünf Jahren massive Probleme mit Drogenhandel, Vandalismus und Gewalt gab, findet man heute einen „normalen“ Platz.

Den Bewohnerinnen und Bewohnern wurde Begleitung bei Konflikten angeboten. In vielen Fällen konnte eine Verbesserung der Lebenssituation aller Beteiligten erreicht werden.

Viele Professionistinnen und Professionisten im Stadtteil haben erkannt, dass Zusammenarbeit nicht bedeutet, dass mehr Ressourcen aufgewendet werden müssen, sondern dass diese sogar ohne zusätzliche Mittel erweitert werden können.

Kooperationen mit Partnerorganisationen

In einigen Projekten im Stadtteil kam es zu Kooperationen unterschiedlichster Einrichtungen und Organisationen. Hier ist als Beispiel das Projekt „Der Sprache Raum und Stimme geben“ mit über 26 unterschiedlichen Partnerinnen und Partnern zu nennen. 1.500 Personen haben daran teilgenommen.

Zudem fördern gut besuchte und thematisch unterschiedliche „Vernetzungstreffen“ (Bildungsplattform, SeniorInnenplattform und eine Plattform für alle Angelegenheiten den Stadtteil betreffend) die Kooperation und das Miteinander im Stadtteil.

Präsenz im Stadtteil

Durch die Präsenz im Stadtteil konnten viele Gespräche mit der Bevölkerung geführt werden. Dabei erhalten die Gemeinwesenarbeiterinnen und -arbeiter einen guten Einblick in die Bedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner. So werden beispielsweise regelmäßige Hofgespräche durchgeführt, bei denen die Bewohnerinnen und Bewohner eingeladen werden, in ihrer unmittelbaren Wohnumgebung über die spezielle Situation in ihrer Wohnanlage beziehungsweise im Stadtteil zu diskutieren.

Diese Gespräche beschränken sich nicht nur auf die Wohnanlagen. Aktuell finden unter dem Motto „Gemeinsam sicher“ im Wasserwald Gesprächsrunden mit der Polizei, der LINZ AG und dem Ordnungsdienst statt. Damit soll das Sicherheitsgefühl verbessert und somit auch die Aufenthaltsqualität dieses Naherholungsgebietes im Süden der Landeshauptstadt gesteigert werden.

Angebote für die Jugend

Durch die Kontakte zu Bewohnerinnen und Bewohnern, Vereinen, Organisationen und Einrichtungen entstehen immer wieder unterschiedlichste Projekte. Etabliert haben sich bereits die SchulanfängerInnenolympiade mit mehr als 200 Schulanfängerinnen und Schulanfänger und den ansässigen Sportvereinen. Diese wird bereits zum fünften Mal durchgeführt.

Auch bereits fixer Bestandteil ist die jährliche gemeinsame Müllsammelaktion mit der Volksschule, das Affektkontrolltraining mit Kindern aus drei Horten und die Sommer-Aktiv Woche mit unterschiedlichen Angeboten für Kinder aus dem Stadtteil.

Kunst und Kultur

Zusätzlich gibt es noch unterschiedlichste Projekte im Bereich Kunst und Kultur (Lesungen und Vernissagen), Gemeinschaft (Gemeinschaftsgarten, Feste, SeniorInnenspaziergänge, Liedernachmittage etc.) wie auch Angebote zu anderen speziellen Thematiken (Nachhilfe, Hundekottafeln, Mondschau, spezielle Elternabende etc.).

Sozialberatungsstelle Kompass Auwiesen

Eine wichtige Funktion erfüllt die Sozialberatungsstelle Kompass, die ebenfalls im Stadtteilzentrum angesiedelt ist. Linzerinnen und Linzer ab 18 Jahren erhalten hier allgemeine, kostenlose, vertrauliche und auf Wunsch anonyme Sozialberatung. Kompass ist Anlaufstelle für Menschen und deren Angehörige mit Fragen rund um Pflege und Betreuung. Die Vermittlung Mobiler Dienste, wie zum Beispiel Essen auf Rädern, die Altenfachbetreuung oder von Heimplätzen sind wichtige Aufgaben.

Beratung Pflege und Betreuung

Besonders Seniorinnen und Senioren sowie deren Angehörigen zählen zu der größten Zielgruppe von Kompass. 2017 wurden insgesamt 656 Klientinnen und Klienten über 65 Jahren von den Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern beraten und betreut. 350 Hausbesuche wurden absolviert und 330 Anträge für eine Unterbringung in einem Pflegeheim sowie für die Betreuung durch Mobile Dienste wurden gemeinsam mit den Klientinnen und Klienten beziehungsweise deren Angehörigen gestellt.

Die Aufgabengebiete und Leistungen der Sozialberatungsstelle umfassen weiters Informationen über die gesamten regionalen Hilfsangebote, wie zum Beispiel das altersgerechte Wohnen, psychologische Beratung, Clubs Aktiv, die Frauenberatung, Mobile Hospiz, Sterbebegleitung oder die Vermittlung an andere spezialisierte Einrichtungen des sozialen Netzes. Auch bei finanziellen Schwierigkeiten sowie Wohnproblemen und bei Delogierungsgefahr wird Unterstützung angeboten.

Bedarfsorientierte Mindestsicherung

Des Weiteren wird die Abwicklung der Bedarfsorientierten Mindestsicherung für alle betroffenen Bewohnerinnen und Bewohnern des Stadtteils im Stadtteilzentrum durchgeführt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bedarfsorientierten Mindestsicherung haben im Jahr 2017 1.395 Personen in 667 Haushalten betreut, davon waren 846 Personen volljährig.

Beratungen in Fragen der Erziehungshilfe sowie Unterhaltsfragen

Neben Unterstützung im Bereich der Vaterschaftsanerkennung und der Unterhaltsberechnung durch die Rechtsabteilung des Geschäftsbereichs für Soziales, Jugend und Familie, finden Eltern hier auch Beratung und Begleitung bei Erziehungsproblemen. Die Sprechstunden der Erziehungshilfe, Existenzsicherung und der Rechtsberatung waren sehr gut frequentiert.

Zusätzliche Leistungen der Unternehmensgruppe Stadt Linz

Als Service für die zahlreichen Mieterinnen und Mieter der Wohnungsgenossenschaft GWG werden direkt im Stadtteil regelmäßige Sprechstunden der Hausverwaltung im Stadtteilzentrum abgehalten. Vorrangig Wohnungsanmeldungen oder Mietzinsprobleme, Anliegen an die Hausverwaltung (Sanierungsfragen, Beschwerden etc.) können hier jeden vierten Donnerstagnachmittag im Monat mit der zuständigen Hausverwaltung persönlich besprochen werden.

Beratungstermine

Sprechstunden der Abteilungen Soziales, Jugend und Familie:
Sozialberatungsstelle Kompass
Dienstag 9 bis 12:30 Uhr,
Donnerstag 14 bis 18 Uhr

Kompass Existenzsicherung
Dienstag 9 bis 12:30 Uhr

Erziehungshilfe
Donnerstag 14 bis 16 Uhr

Rechtsabteilung (Unterhalt und Abstammung)
Donnerstag 8 bis12:30 Uhr

Servicestelle GWG
Sprechstunde Hausverwaltung: ein Mal im Monat Donnerstagnachmittag 15:30 bis 17 Uhr. Termine 2018: 28.6., 26.7., 30.8., 27.9., 25.10., 29.11., 13.12.

Öffnungszeiten Stadtteilzentrum – Gemeinwesenarbeit:
Montag: 9 bis 12 Uhr und 14 bis 18 Uhr
Dienstag 9 bis 13 Uhr
Donnerstag 9 bis 12 Uhr und 14 bis19 Uhr
Freitag 9 bis 13 Uhr
Zusätzliche Termine können telefonisch vereinbart werden.

Öffnungszeiten Bedarfsorientierte Mindestsicherung:
Montag 7 bis 12:30 Uhr und 14 bis 18 Uhr
Dienstag 7 bis 13 Uhr
Donnerstag 7 bis 12:30 Uhr
Freitag 7 bis 13 Uhr

Kontakt: Stadtteilzentrum Volkshaus Auwiesen, 1. Stock Wüstenrotplatz 3,4030 Linz, Tel.: +43 732 302731, Fax: +43 732 302731 14, E-Mail: stz.auwiesen@mag.linz.at

(Informationsunterlage zur Pressekonferenz von Sozialreferentin Vizebürgermeisterin Karin Hörzing zum Thema „Stadtteilzentrum Auwiesen – Gefragte Serviceeinrichtung für alle Lebenssituationen“. Weiterer Gesprächspartner: Martin Bernecker, MAS, Leiter Stadtteilzentrum Auwiesen)

https://www.facebook.com/stz.auwiesen/

Informationsunterlage (PDF, 354 kB) (neues Fenster).

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