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Löschfahrzeug der Feuerwehr
SICHERHEIT
Presseaussendung vom 02.10.2018

Leistungsbilanz 2017 der Berufsfeuerwehr

Knapp 4.450 Einsätze – um 450 mehr als 2016

In Linz leben mehr als 206.000 Menschen – Tendenz steigend. Linz ist Industriestadt mit chemischer und stahlverarbeitender Großindustrie, zahlreichen Betrieben, Hafen und Tanklager. Auch städtebaulich gibt es viele Veränderungen. Unsere Lebensstadt verfügt aktuell über 243 Hochhäuser. Aufgrund des hohen Wohnraumbedarfs wird rege gebaut, alleine in der Grünen Mitte Linz entstanden 800 Wohnungen auf dem 85.000 Quadratmeter großen Areal des ehemaligen Frachtenbahnhofes. Trotz der sich ändernden Gegebenheiten sorgt die Berufsfeuerwehr für die Sicherheit der Bevölkerung. Durch Optimierungen und Anpassungen bewältigt die Organisation die hohen Anforderungen. Entscheidend ist, dass die Rahmenbedingungen passen. So konnte vor kurzem die offizielle Eröffnung der um 7,4 Millionen Euro sanierten Feuerwache Nord gefeiert werden, zudem wurde der Fuhrpark erweitert.

Durchschnittlich 12 Einsätze pro Tag absolvierte im Vorjahr die Mannschaft der Berufsfeuerwehr Linz. Insgesamt 4.443 Mal rückte das erfahrene Team aus, um Menschen und Tiere in unterschiedlichen Notlagen zu helfen. Das 186 Mann starke Team der Berufsfeuerwehr absolvierte 2.961 Technische Hilfeleistungen, davon 172 Katastrophenhilfseinsätze. Von den 1.482 Brandeinsätzen waren 778 Melderalarme. Insgesamt galt es im Vorjahr 363 Brände zu löschen.

„Die Feuerwehrmänner erbringen rund um die Uhr die vielfältigen und oft gefährlichen Aufgaben zum Wohl der Bevölkerung. Und das 365 Tage im Jahr. Voraussetzung dafür ist, dass die Mannschaft bestens organisiert, geschult und trainiert ist. In Punkto Infrastruktur hat sich einiges getan. Die sanierungsbedürftige Feuerwache Nord konnte grundlegend um- und ausgebaut werden. Mit einer logistischen Meisterleistung geschah dies bei laufendem Betrieb. Auf der Hauptfeuerwache starteten die Arbeiten für den Neubau der Nachrichtenzentrale.“, berichtet Bürgermeister Klaus Luger.

„Ob nach Verkehrsunfällen, Arbeitsunfällen, bei Sturmschäden, Ölaustritt auf der Donau, bei Bränden oder einem verletzten Schwan im Handelshafen – die Feuerwehr hilft rasch und sicher. Die Mannschaft bewältigt ein beeindruckendes Arbeitspensum. Tag für Tag ist die Berufsfeuerwehr für die Sicherheit der Linzerinnen und Linzer im Einsatz. Besonders hervorheben möchte ich an dieser Stelle auch die wertvolle Arbeit beim Vorbeugenden Brandschutz. Die Zahl der Brände konnte dadurch nachhaltig reduziert werden“, lobt Feuerwehrreferent Vizebürgermeister Detlef Wimmer.

363 Brände – um 147 weniger als 2016

Insgesamt 363 Brände galt es im Vorjahr zu löschen, davon 70 Gebäude, 27 Fahrzeuge und 65 Müllbrände. 778 Alarme gingen über die etwa 600 angeschalteten Brandmeldeanlagen ein. Insgesamt absolvierte das Team 1.482 Brandeinsätze. Ein äußerst schwieriger Einsatz war im März der Brand in einem Kabelschacht am Linzer Hauptbahnhof, der stundenlang den Zugverkehr lahmgelegt hat. Der Feuerwehreinsatz war kompliziert, weil der Kabelschacht unterirdisch verläuft und nicht klar war, wo genau sich der Brandort befand.

Die Zahl der Brandeinsätze blieb in den vergangenen Jahren mit zirka 1.400 in etwa gleich hoch. Im Vergleich zu 2009 mit mehr als 1.700 Einsätzen und von 2010 bis 2012 mit jeweils mehr als 1.500 Einsätzen konnte durch die Präventivarbeit im Bereich des Vorbeugenden Brandschutzes ein Rückgang erreicht werden. Das Expertenwissen der Berufsfeuerwehr fließt bereits in die Planung von Neubauten ein. Im Berichtsjahr konnten zum Beispiel folgende eng mit der Feuerpolizei geplante und umgesetzte Großprojekte fertig gestellt werden: Tabakfabrik Bau I, Promenadengalerie, Kunstuni und die Oberbank an der Unteren Donaulände. Die Brandschutzprofis führen zudem regelmäßig Kontrollen an bestehenden Gebäuden durch und prüfen die Einhaltung der gesetzlichen Anforderungen.

Knapp 3.000 Technische Einsätze – um 434 mehr als 2016

Die technischen Einsätze machen mit 2.961 den Hauptteil der zu bewältigenden Arbeit aus. Die Einsatzkräfte retteten 151 Personen aus defekten Aufzügen und 15 nach Verkehrsunfällen. Wegen Unfallverdacht öffneten sie 322 Wohnungen.

977 Einsätze betrafen Tiere, davon 594 Bienen, Wespen und Hummeln, 40 Tiertransporte, 227 Tiere wurden aus Notlagen befreit und 72 tote Tiere geborgen.

631 Mal fielen Sicherungs- und Reinigungsarbeiten an, darunter 300 Sicherungsdienste Straße (beispielsweise bei einer Ölspur), 113 Sicherungsdienste an Gebäuden und 218 Sicherungsdienste Unwetter (zum Beispiel werden vorsorglich kleinere Brücken gehoben). Ausgelaufene Treib- oder Betriebsstoffe waren 45 Mal Grund für das Ausrücken der Berufsfeuerwehr. Es gab 83 Gefahrenstoffeinsätze, 46 Mal war austretendes Gas die Ursache.

172 Katastrophen Hilfs-Einsätze

Im Katastrophenfall sind das Know-how und die Leistungsfähigkeit der geschulten Berufsfeuerwehr-Mannschaft von unschätzbarem Wert. Wetter-extreme mit Stürmen, sintflutartigen Regenfällen und Hagel erforderten im Vorjahr das Ausrücken der Einsatzkräfte.

Die Katastrophenschutzpläne werden laufend aktualisiert. Zudem widmen sich die Sachverständigen dem Szenario, wenn für längere Zeit die Stromversorgung ausfällt und die gesamte Infrastruktur lahmgelegt ist. Es werden Konzepte und Maßnahmen erarbeitet, wie die Berufsfeuerwehr trotzdem schlagkräftig agieren kann. Außerdem wird das Programm DIGIKAT implementiert. Die Internetanwendung unterstützt im Katastrophenfall Behörden und Einsatzorganisationen, die anfallenden Aufgaben gut aufeinander abgestimmt auszuführen.

689 Einsatzkräfte für ganz Linz

Vier Freiwillige Feuerwehren und acht Betriebsfeuerwehren unterstützen die Berufsfeuerwehr Linz bei der Bewältigung der Aufgaben. Somit sorgten im vergangenen Jahr 689 Feuerwehrleute für die Sicherheit der Bevölkerung: 186 bei der Berufsfeuerwehr, 120 bei den Freiwilligen Feuerwehren und 383 Mitglieder der Betriebsfeuerwehren. Um die Schlagkraft zu erhöhen und um die Ortskenntnisse zu verbessern, werden regelmäßig gemeinsame Übungen abgehalten.

Durch die starke Nord-Süd-Ausdehnung des Stadtgebietes sind die vier Freiwilligen Feuerwehren sehr wichtig. Im Norden von Linz stehen die Freiwilligen Feuerwehren Pöstlingberg und St. Magdalena für die Bevölkerung im Einsatz. Der Linzer Hausberg mit den schmalen und steilen Zufahrtswegen erschwert für die Berufsfeuerwehr das rasche Eingreifen. Die Unterstützung vor Ort durch die freiwilligen Kräfte ist daher immens wichtig für die erste Brandbekämpfung, Menschenrettung und die Löschwasserversorgung. Im Linzer Süden sind die Freiwilligen Feuerwehren Ebelsberg und Pichling sofort zur Stelle – letztere verfügt über eine gut ausgebildete Wasserwehr.

Der hohe Stellenwert der acht Betriebsfeuerwehren ist unumstritten. Die gut geschulten Einsatzkräfte mit hervorragenden Ortskenntnissen leisten entscheidende Erstmaßnahmen in ihren Ausrückebereichen und bemühen sich um den vorbeugenden Brandschutz. Folgende Linzer Betriebe haben eine Betriebsfeuerwehr: voestalpine, Chemiepark Linz, Landestheater Linz MOB, LINZ AG, ÖBB Technisches Services-Werk Linz, Siemens, Linz Textil und Schiffswerft AG Linz.

Im Berichtsjahr führte die Berufsfeuerwehr 13 Übungen außerhalb des Wachegeländes durch, teilweise gemeinsam mit den Freiwilligen Feuerwehren und den Betriebsfeuerwehren. Anschließend gibt es Nachbesprechungen, wo genau analysiert wird, ob Optimierungspotenzial vorhanden ist, das in Zukunft umgesetzt werden kann.

Lehrgang Einsatztaucher startete im Dezember

In dem 186-Mann starken Einsatzteam der Berufsfeuerwehr Linz befinden sich 24 Einsatztaucher, die im Berichtsjahr insgesamt 13 Einsätze hauptsächlich auf der Donau hatten. Bei regelmäßigen Bedarfserhebungen wird sichergestellt, dass immer genügend „Froschmänner“ in der Mannschaft bereit stehen. Es muss vorausschauend agiert werden, denn die Ausbildung dauert etwa ein Jahr. 14 Feuerwehrmänner unterzogen sich daher im Dezember 2017 der Leistungsüberprüfung und den medizinischen Tests. Sechs begannen im Jänner die Ausbildung im Olympiazentrum auf der Gugl.

Ausbau des Fuhrparks

Das bisher erste Elektroauto für die Berufsfeuerwehr Linz ist seit 2017 als Kurierfahrzeug im Einsatz. Die Reichweite durch die E-Motorisierung beträgt etwa 160 Kilometer. Der umweltfreundliche Nissan wird für täglich anfallende Besorgungsfahrten im Stadtgebiet eingesetzt.

Weiters bereichert ein Teleskop Stapler den Fuhrpark. Das dieselbetriebene Fahrzeug mit einer Hubhöhe von mehr als vier Metern wird für Arbeiten am Wachegelände und im Einsatzdienst verwendet.

Zeitgemäße Infrastruktur

Damit die Berufsfeuerwehr das hohe Leistungsniveau erbringen kann, bedarf es einer entsprechenden Infrastruktur. Die seit 40 Jahren rund um die Uhr genutzte Feuerwache Nord bot in der Zwischenzeit für die Mannschaft und die Fahrzeuge zu wenig Platz und bedurfte einer dringenden Sanierung, die bei laufendem Betrieb durchgeführt wurde. Eine logistische Herausforderung, die geglückt ist. Vor kurzem konnte die offizielle Eröffnung der sanierten Feuerwache Nord gefeiert werden. Nach zweieinhalb Jahren Umbau nach Plänen des Linzer Architekturbüros archinauten entspricht die rund um die Uhr genutzte Anlage wieder den erforderlichen Standards. Parallel zum Hauptgebäude entstanden ein Zubau für die Atemschutz-Werkstätte, die PKW-Werkstatt und ein 14 Meter hoher Übungsturm. Die erweiterte Fahrzeughalle verfügt nun über eine Abgas-Absauganlage. Sämtliche Räume wurden modernisiert und ein Lift eingebaut. Die gesamten Umbaukosten belaufen sich auf 7,4 Millionen Euro. Das Projekt wurde von der Immobilien Linz GmbH & Co KG umgesetzt.

In der Hauptfeuerwache waren 2017 die Vorbereitungen für die neue Nachrichtenzentrale voll im Gang. Im dritten Obergeschoß der Halle 1 wurde das Dach erneuert. Die alten Räumlichkeiten entsprechend vorbereitet, damit die Nachrichtenzentrale dort aufgebaut werden kann.

Berufsfeuerwehr Linz

(Informationsunterlage zur Pressekonferenz mit Bürgermeister Klaus LugerSicherheits- und Feuerwehrreferent Vizebürgermeister Detlef Wimmer und Branddirektor Dr. Christian Puchner zum Thema „Leistungsbilanz 2017 der Berufsfeuerwehr“)


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