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Presseaussendung vom 19.04.2018

Stream Festival schlägt Wellen (Foto)

Neues Musikfestival im Zentrum von Linz von 31. Mai bis 2. Juni mit Stage, Club und Talk

Mit 60 Programmpunkten an drei Tagen präsentiert sich das Stream Festival von 31. Mai bis 2. Juni als neues, urbanes Musikfestival im Zentrum von Linz. In den drei Programmschienen Stage, Club und Talk wird bei freiem Eintritt in Live-Konzerten, Clubauftritten, Talks und Workshops den Auswirkungen der Digitalisierung in der Musik nachgeforscht. Bespielt werden dabei zahlreiche Orte, die sich vom Festivalgelände rund um das Ars Electronica Center in Urfahr bis über die Donau ins Stadtzentrum erstrecken.

Zu den musikalischen Highlights des Stream-Festivals zählen Auftritte der Hamburger Indie-Legenden Tocotronic und die englischen Elektronik-Helden Mount Kimbie auf der FM4-Bühne sowie das Eröffnungskonzert mit den Klavier-Experimentierern Grandbrothers auf der Ö1–Bühne, Clubauftritte der Schwedin Klara Lewis, des Techno-Vorreiters Michael Mayer vom Kölner Kompakt Label, die J.Lamotta す ず め Band oder der englische Drum&Bass DJ Alix Perez. Talks und Workshops im Ars Electronica Center, unter anderem in Kooperation mit der Kunstuniversität Linz, der Musikschule der Stadt Linz und der Creative Region Linz & Upper Austria bilden den theoretischen Überbau.

Zahlreiche weitere Kooperationspartner, von der Freien Szene über Universitäten bis hin zu Kultureinrichtungen von Stadt Linz und Land , verankern das Stream Festival im Linzer Stadt- und Kulturgeschehen und machen erst ein so umfangreiches Programm möglich.

„Bei freiem Eintritt, einer enormen Programmvielfalt und Headlinern wie Tocotronic wird das neue Musikfestival Stream bereits bei seiner ersten Ausgabe Wellen schlagen“, ist sich Kulturstadträtin Doris Lang-Mayerhofer sicher. „Mit dem Ausbau vom Fest zum Festival wollen wir einen nachhaltigen Impuls für die heimische Musikszene schaffen. Das zeigt sich in den zusätzlichen Programmschienen Club und Talk und der breiten Einbindung der heimischen Kulturszene. Mit Stream setzen wir auch einen inhaltlichen Schwerpunkt für Linz als UNESCO City of Media Arts“, betont Lang-Mayerhofer die kulturpolitischen Zielsetzungen des neuen Festivals.

Talk

Drei Tage lang wird die Donaupromenade Urfahr zum musikalischen Zentrum des Stream Festivals. Beginnend beim Ars Electronica Center, das neben Talks und Workshops im Sky Loft, Seminarraum und dem SoundLab, freien Eintritt für alle unter 18 Jahren sowie ein musikalisches DeepSpace 8K Programm bietet. Dieses Vermittlungs- und Diskussionsangebot, welches mit dem Ars Electronica Center, der Musikschule der Stadt Linz, der Creative Region Linz & Upper Austria, der Kunstuniversität Linz, den Linzer Künstlern Fadi Dorninger und Mefjus sowie der Musikkantine umgesetzt wird, ermöglicht sich über verschiedenste praktische bis theoretische Zugänge mit dem Thema Digitalisierung in der Musik zu beschäftigen. Etwa in Produktionsprozesse hinein zu schnuppern oder selbst kurze Musikstücke zu komponieren. 

Stage

Das Festivalgelände erstreckt sich weiter entlang des Donauradweges zur Hauptbühne, die mit 12 Live-Konzerten in drei Tagen volles Programm bietet. Stream Stage bringt in Kooperation mit Ö1 und FM4 verschiedene Musikstile – von Indie-Pop über Elektronik bis zu HipHop – und damit unterschiedliche Aspekte von Digitalisierung auf die Bühne.

Mit dem Eröffnungskonzert des Düsseldorfer Duos Grandbrothers auf der Ö1 Bühne ist ein Act geglückt, der veranschaulicht, wie heutzutage digitale Technik und traditionelle Klangformen miteinander harmonieren: Ein Konzertflügel wird von den beiden Musikern sowohl klassisch mit den Händen als auch mit computergesteuerten Apparaten gespielt. Daraus entsteht eine wunderbare Musik, die sich im populären Stil der Neo-Klassik ansiedelt und alle Altersschichten gleichermaßen begeistert.

Headliner der FM4 Bühne am Freitag ist das englische Duo Mount Kimbie. Vor etwa zehn Jahren hat dieses seine Karriere begonnen und den Begriff des Post-Dubstep mitgeprägt. Ihr Sound hat sich seither, auch als Resultat der Arbeit an drei Alben und der dazugehörigen Touren, immer mehr zum dem einer klassischen Band entwickelt. Auch live wird das mittlerweile mit Band-Besetzung entsprechend umgesetzt. Da die Wohnorte der beiden aber mehrere tausend Kilometer voneinander entfernt liegen entsteht ihre Musik allerdings immer noch sehr digital.

Weitere Highlights am Freitag sind der Auftritt der österreichischen Supergroup 5K HD, mit Mitgliedern von Schmieds Puls und Kompost 3, sowie der teils oberösterreichischen Band Hearts Hearts, die ihr neues Album mitbringt.

Mit der Hauptband am Samstag ist dem Stream Festival in seiner ersten Ausgabe ein regelrechter Coup gelungen: Tocotronic haben in ihrer langen und unglaublich erfolgreichen Bandgeschichte alle Aspekte der Erneuerung immer mit offenen Armen aufgenommen und damit experimentiert, sind sich selbst dabei aber immer treu geblieben. Beständigkeit ohne Verbitterung gehört ja vielleicht doch zu den oft unterschätzen Soft Skills einer digitalen Ära. Zudem darf eine Band, deren Debütalbum „Digital ist besser“ heißt, auch zwanzig Jahre später keinesfalls bei einem Festival fehlen, das sich mit Musik und Digitalisierung auseinandersetzt. Mit ihrem großartigen neuen Album sind sie im Sommer auf Tour, und die nächstgelegene Show in Salzburg ist bereits ausverkauft.

Aber auch mit Auftritten der israelischen Gruppe Lola Marsh und des Norwegers Gundelach hat der Stream-Samstag noch einige weitere Asse im Ärmel, bevor es sich spät in der Nacht auf dies gesamte Innenstadt erweitert.

Club

Wenn die Bühnenlichter erlöschen, startet Stream Club. Am Freitag rund um das Festivalgelände in Urfahr mit Stadtwerkstatt, Club Spielplatz, Grüner Anker Jungendkirche Linz und Salonschiff Fräulein Florentine. Am Samstag wird das Stream Festival zum Clubfestival mit weiteren Locations – Central, Club UNTEN im Kulturquartier, Solaris und Kapu – in der Innenstadt. Etablierte Einrichtungen und temporäre Clubs, die das pulsierende Nachtleben in Linz repräsentieren, zeigen ihre inhaltlichen Schwerpunkte und geben Einblick in eine starke Szene.

Wie im Vorfeld schon erwartet geht es bei Stream Club recht elektronisch zu: Mit Michael Mayer konnte dabei einer jener Menschen gewonnen werden, der als Musiker und Chef des Kölner Labels Kompakt elektronische Musik entscheidend mitgeprägt hat. Mit seinem Beitrag in der legendären DJ-Kicks Serie im vergangenen Jahr hat er wieder aufhorchen lassen. Er wird am Samstag im als Club gestalteten Central ein dreistündiges DJ-Set präsentieren. Ein starkes weibliches Live-Programm wird zum Stream Festival in der Stadtwerkstatt geboten: Die Schwedin Klara Lewis wird mit ihren Soundcollagen am Freitag zu Gast sein, J.Lamotta す ず め mit Band präsentiert am Samstag Neo-Soul mit englischen und arabischen Texten.

Der englische Drum&Bass DJ Alix Perez wird einen Drum&Bass Abend im Club Spielplatz am Freitag anführen. Selbiger Club verwandelt sich am Samstag dann auch in den FM4 Club, mit dem der Radiosender auch einen Teil des Nachtprogramm präsentiert.

Mit der KAPU ist eine weitere Kult-Location der freien Szene vertreten. Dort wird ein industrial-technoides Programm, angeführt vom Berliner Act Operant geboten. Und auch der eigentlich bereits stillgelegte temporäre Club UNTEN im Kulturquartier wird für das Stream Festival noch einmal seine Tore öffnen und mit von Fadi Dorninger ausgewählten Acts aus dem Circuit Bending Umfeld (am Samstag auch als Workshop vertreten) und der Techno DJ Miss Electric bespielt.

Festivalzentrum

Der Link zwischen dem indoor Programm im Ars Electronica Center und dem Open Air Programm auf der Hauptbühne ist das Ars Electronica Maindeck, das als Festivalzentrum fungiert. Hier präsentiert die Soundfactory der Musikschule der Stadt Linz die Früchte ihrer Arbeit und bietet beim Warmup-Konzert „Sounds like Universie lite“ eine Vorschau auf den Workshop am Samstag und das große Musikschulkonzert am Montag (4.6.) im DeepSpace 8K. Am Samstagnachmittag präsentiert der Recordstore Musikkantine Raritäten und Besonderheiten auf Vinyl und damit auch eine Gegenposition zur Digitalisierung, die aktuell wieder groß im Trend liegt. Das Festivalzentrum ist Ort zum Verweilen und Stärken. Für das leibliche Wohl sorgen die Gastronomiebetriebe vor Ort.

Oberösterreich am Stream Festival

Oberösterreichische Musikerinnen und Musiker und Kooperationspartner sind ein wesentlicher Bestandteil des Stream Festival Programms. Das Festival präsentiert dadurch nicht nur heimisches Musikschaffen sondern ist auch fest in der Szene verankert.

So sind auch auf der FM4 Bühne gleich mehrere Musik-Acts mit Oberösterreich-Bezug vertreten. Das steirisch-oberösterreichische Trio Viech präsentiert sein neues Album und viel Hang zur Eigenheit, der Linzer Rapper Def-Ill zeigt vor Publikum, was in seinen Youtube-Sessions weit über die Grenzen hinaus ein großes Publikum begeistert, und die zur Hälfte aus Oberösterreich stammende Formation Hearts Hearts ist ebenfalls mit neuem Album im Indietronica Sound vertreten.

Die Club Schiene des Stream Festivals lebt nicht nur von engen Kooperationen mit namhaften Einrichtungen der freien Szene und öffentlichen Einrichtungen, sie präsentiert mit 15 DJs und Acts auch einen umfangreichen Querschnitt durch die heimische Clubkultur.
Und auch das Grundgerüst der Stream Talk Reihe bilden Kooperationen, allen voran mit dem Ars Electronica Center, aber auch mit der Musikschule der Stadt Linz, der Creative Region Linz & Upper Austria und der Kunstuniversität Linz. Mit einem von Wolfgang Fadi Dorninger gestalteten Workshop und einem Drum&Bass Workshop mit dem Linzer Star-Produzenten Mefjus sind auch heimische Inhalte gut vertreten und die Musikkantine präsentiert in ihrem Pop-Up Recordstore natürlich unter anderem viel Musik aus der Region.

Green Event

Das Stream Festival ist ein Green Event und setzt eine nachhaltige und Ressourcenschonende Veranstaltungsplanung um. Es stehen eigens errichtete und erweiterte Fahrradabstellplätze zur Verfügung für all jene, die mit dem Rad anreisen. Neben der Vermeidung von Verpackungsmüll und Einwegverpackungen sieht das Green Event Konzept eine recyclinggerechte Mülltrennung durch Müllsammelstellen vor. Trinkwasserbrunnen bieten kostenlos Trinkwasser zum Durstlöschen.

Festivalguide

Der Eintritt zu allen Stream Festival Programmpunkten ist frei. Das gesamte Programm geht ab sofort online. Die Anmeldung zum Stream Newsletter ist auf der Website möglich. Für die Workshops und Talks während des Stream Festivals ist keine Voranmeldung erforderlich. Für die Programmpunkte im Seminarraum und Soundlab können sich Interessierte kurz vor Beginn beim Stream Infopoint vor dem Ars Electronica Center anmelden. Der Zugang zum SkyLoft ist frei möglich. Ein weiteres Infopoint-Team beim Festivalzentrum am Ars Electronica Center Maindeck steht Besucherinnen und Besuchern als Anlaufstelle für Fragen zur Verfügung. Das Programmheft und der Festivalfolder sind dort ebenfalls erhältlich. Die Gastronomie beim Festivalzentrum ist täglich ab Festivalbeginn geöffnet. Die Getränkestationen und Food Trucks rund um die Hauptbühne öffnen täglich ca. 30 Minuten vor Konzertbeginn. Aktuelle Informationen rund um das Festivalgeschehen laufen über Facebook.

STREAM FESTIVALGELÄNDE

STREAM CLUB LOCATIONS

(Informationsunterlage zur Pressekonferenz von Kulturreferentin Stadträtin Doris Lang-Mayerhofer und Dr. Julius Stieber, Direktor Kultur und Bildung, über das neue Musikfestival Stream)

Weitere Gesprächspartnerin und -partner:
Mag.a Kathrin Böhm / Festivalleiterin Linz Kultur Projekte
Mag. Markus Reindl /Kuratorischer Leiter

www.stream-festival.at

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Kontakt:
Stream Festival
Kathrin Böhm
Tel.: +43 732 7070 1939

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Linz erhält mit Stream ein neues, modernes Musikfestival.v.l.n.r.: Mag. Markus Reindl, Stadträtin Doris Lang-Mayrhofer, Mag.a Kathrin Böhm und Dr. Julius Stieber.

 
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