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Altes Rathaus
KOMMUNALES
Presseaussendung vom 20.06.2017

„Aktion 20.000“ in der Unternehmensgruppe Stadt Linz

150 Arbeitsplätze für Langzeitarbeitslose geplant

Die „Aktion 20.000“ hat sich zum Ziel gesetzt, Langzeitarbeitslose ab einem Alter von 50 Jahren wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Der negative Trend am Arbeitsmarkt mit einem Anstieg von zwölf Prozentpunkten bei den Langzeitarbeitslosen ab 50 Jahren zeigt die Dringlichkeit der Maßnahmen.

In ganz Österreich sollen 20.000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. In einem ersten Schritt wurden 14 Modellregionen festgelegt, in denen die „Aktion 20.000“ als Pilotprojekt ab 1. Juli 2017 starten soll. Ab 1. Jänner 2018 wird die Aktion flächendeckend in Österreich durchgeführt.

Auf Linz, das gemeinsam mit Urfahr Umgebung zu den Modellregionen in Oberösterreich gehört, entfallen etwa 500 Arbeitsplätze. Die Unternehmensgruppe Stadt Linz will dabei über 150 Beschäftigungsmöglichkeiten für Langzeitarbeitslose schaffen. Diese Arbeitskräfte sollen dabei künftig schwerpunktmäßig in den Seniorenzentren, den Kinder- und Jugend-Services sowie zur Straßenreinigung und Pflege der Grünflächen eingesetzt werden.


„Die aktuellen Arbeitsmarktdaten zeigen deutlich, dass die Arbeitslosigkeit insgesamt zwar leicht sinkt, in Linz um drei Prozent, die Entwicklung bei den Langzeitarbeitslosen aber genau gegenläufig ist. So stieg die Zahl der Langzeitarbeitslosen ab 50 Jahre in Linz gegenüber dem Vorjahr um zwölf Prozent. Die ‚Aktion 20.000‘ kommt gerade rechtzeitig, um diese negative Entwicklung zu korrigieren“, ist Bürgermeister Klaus Luger überzeugt.

„Wir wollen mit der ‚Aktion 20.000‘ in Kooperation mit dem AMS Linz Langzeitarbeitslosen ab 50 Jahren eine echte Chance auf einen beruflichen Wiedereinstieg geben. Damit leisten wir als Stadt Linz einen wichtigen Beitrag zur Senkung der Arbeitslosigkeit bei den Über-50-Jährigen“, betont Personalreferent Vizebürgermeister Christian Forsterleitner.

„Von der Aktion 20.000 profitieren alle – die Langzeitarbeitslosen über 50 Jahre, die Stadt Linz und die Linzerinnen und Linzer! Es ergibt sich dadurch die Möglichkeit für die Betroffenen, wieder in ein Berufsfeld einzusteigen. Besonders der Sozialbereich bietet hier zahlreiche Betätigungsfelder. Ich bin davon überzeugt, dass dieses Projekt eine win-win-Situation für alle Beteiligten ist“, betont Sozialreferentin Stadträtin Karin Hörzing. 

„Aktion 20.000“: Arbeit & Beschäftigung für Langzeitarbeitslose ab 50

Mit dem Beschäftigungsprogramm „Aktion 20.000“ sollen Langzeitarbeitslose, die älter als 50 Jahre alt sind, durch Arbeitsangebote in den Städten und Gemeinden wieder in den Arbeitsmarkt integriert werden. Für den Wiedereinstieg von älteren Langzeitarbeitslosen ins Berufsleben stellt die Bundesregierung auf Initiative von Sozialminister Alois Stöger insgesamt 200 Millionen Euro bereit.

14 Modellregionen: Stadt Linz gehört zu Pionieren

Nach der Vorstellung des Projekts im März 2017 durch Bundesminister Alois Stöger und Bürgermeister Klaus Luger konnten im April 2017 alle 14 Modellregionen in den Bundesländern festgelegt werden. In Oberösterreich gehören die Stadt Linz und der Bezirk Urfahr Umgebung zu den Pionieren der „Aktion 20.000“.

„Aktion 20.000“: Start mit 1. Juli 2017

Die Regierungsparteien SPÖ und ÖVP haben im Mai 2017 gemeinsam einen Antrag im Parlament eingebracht. Mit den Stimmen von SPÖ, ÖVP und Grünen passierte die „Aktion 20.000“ am 13. Juni 2017 den Sozialausschuss. Durch die Änderung des Arbeitsmarktpolitik-Finanzierungsgesetzes, die die gesetzliche Grundlage für die Beschäftigungsaktion bildet, soll die Langzeitarbeitslosenquote bei älteren Menschen langfristig halbiert werden. Am 29. Juni 2017 wird die Gesetzesänderung für die „Aktion 20.000“ im Nationalrat behandelt.

Die Lebensstadt Linz wird als eine der ersten Modellstädte mit der „Aktion 20.000“ am 1. Juli 2017 starten. Die Beschäftigungsaktion wird ab 1. Jänner 2018 flächendeckend in ganz Österreich umgesetzt. Die Laufzeit des Programms liegt vorerst bei zwei Jahren und endet vorläufig am 30. Juni 2019. Im Herbst 2018 werden die Projekte evaluiert. Wenn die Aktion 20.000 ein Erfolg wird, können für das Jahr 2019 weitere 200 Millionen Euro bereitgestellt werden.

Österreichweiter Anstieg der Langzeitarbeitslosen in den letzten Jahren

Menschen gelten nach der Definition des Arbeitsmarktservice (AMS) als Langzeitarbeitslose, wenn sie in den letzten zwölf Monaten kein Arbeitsverhältnis hatten. Kurze Dienstverhältnisse, die nicht länger als 62 Tage angehalten haben, verändern diesen Status nicht.

Nach Ansicht des Wirtschaftsforschungsinstituts (WIFO) lenkt der aktuelle Beschäftigungsanstieg von den Strukturproblemen ab, die durch den starken Arbeitskräfteandrang in den letzten Jahren entstanden sind. Der Anteil der Langzeitarbeitslosen hat sich, so das WIFO, von Anfang 2013 bis Mai 2017 von 19 Prozent auf 35 Prozent beinahe verdoppelt, nachdem er über Jahre konstant geblieben war. Die starke Zunahme des Arbeitskräfteangebotes durch die Ostöffnung des Arbeitsmarktes, die Alterung der arbeitenden Bevölkerung und die Umsetzung von Pensionsreformen haben zur Steigerung der Langzeitarbeitslosigkeit beigetragen.

119.500 Menschen gelten aktuell als Langzeitarbeitslose, darunter etwa 48.000 Menschen, die 50 Jahre oder älter sind. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das einen Anstieg von zehn Prozent. Insgesamt sind im Mai 2017 etwa 318.000 Menschen ohne Beschäftigung gewesen.

Langzeitarbeitslose in Oberösterreich

In Oberösterreich sind von den knapp 35.000 Arbeitslosen insgesamt 11.300 länger als ein Jahr ohne Arbeit. Etwa 5.000 der Langzeitarbeitslosen sind 50 Jahre oder älter. Die Steigerung gegenüber dem Jahr 2016 beträgt zwölf Prozent.

Langzeitarbeitslose in Linz

Von den 9.600 Arbeitslosen in der Lebensstadt Linz waren knapp 3.700 Menschen länger als ein Jahr ohne Arbeit. Wie in Oberösterreich stieg der Anteil der Langzeitarbeitslosen ab 50 Jahren in Linz um zwölf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Derzeit sind 1.500 Menschen in dieser Altersgruppe ohne Arbeit.

„Aktion 20.000“: 150 Arbeitsplätze in Unternehmensgruppe Stadt Linz

Von den 20.000 Jobs, die ab 1. Juli 2017 geschaffen werden sollen, entfallen etwa 2.000 auf das Bundesland Oberösterreich und ungefähr 500 auf die Stadt Linz. Die Unternehmensgruppe Stadt Linz übernimmt vorbildlich soziale Verantwortung und bemüht sich, mehr als 150 Arbeitsplätze für Langzeitarbeitslose über 50 Jahren im Magistrat und in den städtischen Unternehmen zu schaffen. Ein Schwerpunkt wird unter anderen in den Seniorenzentren (SZL), in der Kinderbetreuung, bei der Pflege und Betreuung von Straßen und Grünflächen, bei der Feuerwehr sowie im Gebäudemanagement liegen.

Der Einsatz dieser Arbeitskräfte ist in folgenden Geschäftsbereichen bzw. städtischen Unternehmen geplant:

  • Seniorenzentren (SZL): z.B. PflegehelferInnen, TherapeutInnen, Küche, Haustechnik, Verwaltung.
  • Kinder- und Jugend-Services (KJS): z.B. pädagogische  Hilfskräfte, FreizeitpädagogInnen, SprachtrainerInnen
  • Stadtgrün und Straßenbetreuung (SGS): z.B. GärtnerInnen, HilfsarbeiterInnen, FacharbeiterInnen
  • Feuerwehr und Katastrophenschutz (FW): z.B. technische Hilfskräfte, SachbearbeiterInnen
  • Gebäudemanagement und Tiefbau (GMT): z.B. HaustechnikerInnen, TischlerInnen, SachbearbeiterInnen, Verwaltungsassistenz
  • Kultur und Bildung (KB): z.B. BibliothekarInnen, Portier, Hilfskräfte
  • Personal und Zentrale Services (PZS): z.B. Botendienste, ArchivarInnen, SachbearbeiterInnen
  • Planung, Technik und Umwelt (PTU): z.B. Sachverständige, SachbearbeiterInnen

Vorteile für die Stadt Linz

  • Geringere Sozialkosten für AMS und Stadt Linz
  • Qualifizierte TeilnehmerInnen
  • Erfüllung wichtiger Aufgaben für die LinzerInnen, z.B. in den Stadtgärten, in der Straßenbetreuung und in den Kinder- und Jugend-Services
  • Schnellere Erledigung von Anträgen in der Verwaltung

Dabei kooperiert die Stadt Linz eng mit dem AMS Linz, das den Bedarf und das Angebot koordinieren wird. Die Finanzierung der Lohn- und Lohnnebenkosten erfolgt bis zu 100 Prozent durch das AMS. Diese Arbeitskräfte werden direkt bei der Stadt Linz als Honorarkräfte bis zu zwei Jahre befristet aufgenommen. Die ersten Einstellungen erfolgen bereits ab 1. Juli 2017. Bis zum heurigen Herbst sollen alle Aufnahmen weitgehend abgeschlossen sein.

(Informationsunterlage zur Pressekonferenz von Bürgermeister Klaus Luger, Personalreferent Vizebürgermeister Christian Forsterleitner und Sozialreferentin Stadträtin Karin Hörzing über die „Aktion 20.000“ in der Unternehmensgruppe Stadt Linz)

Informationsunterlage (PDF, 110 kB) (neues Fenster).

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