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STADTPLANUNG/BAU
Presseaussendung vom 18.12.2017

Wesentliche Fortschritte bei der Stadtentwicklung brachte das Jahr 2017

Erfolgskurs wird 2018 fortgesetzt

Ein ereignisreiches Jahr 2017 geht zu Ende. Linz garantiert als Wirtschaftsmotor Oberösterreichs nach wie vor hohe soziale Sicherheit und ist als Wohnort sehr begehrt. Die Zahl der Menschen mit Hauptwohnsitz in unserer Stadt ist in den vergangenen sechs Jahren um acht Prozent gestiegen. Bereits zur Jahresmitte konnte die 205.000-EinwohnerInnenmarke überschritten werden. Mit 1. Dezember 2017 ha-ben exakt 205.979 Personen ihren Hauptwohnsitz in Linz. Gegenüber dem Jahresbeginn bedeutet dies abermals ein Plus von rund 2.000 Personen.

Diese Zunahme stellt eine Herausforderung für die Stadtplanung dar. Leistbarer Wohnraum, Arbeitsplätze der Zukunft, ein verändertes Mobilitätsverhalten und die Erhaltung des hohen Grünlandanteils sind wesentliche Ziele. Gleichzeitig gilt es, das dichte soziale Netz zu bewahren beziehungsweise auszubauen.

Bereits im kommenden Jahr werden große Infrastrukturprojekte umgesetzt oder auf Schiene gebracht. Zu den wichtigsten Vorhaben zählen der Neubau der Eisenbahnbrücke, die Errichtung der A7-Bypass-Voest-Brücken, die Neugestaltung des Hafenareals und die Detailplanung eines neuen Stadtteils mit familienfreundlichen Wohnungen auf dem Areal der Kaserne Ebelsberg.

Trotz der großen fraktionellen Vielfalt zeigt sich der Gemeinderat weitgehend geschlossen. Die meisten in dieser Gemeinderatsperiode getroffenen Entscheidungen wurden einstimmig gefällt. Diese positive Bilanz zieht Bürgermeister Klaus Luger als Vorsitzender des Gemeinderates. 94 Prozent der über 830 Anträge, die die Stadtregierung seit der Konstituierung am 12. November 2015 behandelt hat, wurden einstimmig beschlossen. Im Gemeinderat wurden rund drei Viertel der 450 ein-gebrachten Amtsanträge einstimmig beschlossen, der Rest mehrheitlich.

„Als Bürgermeister ist es mir wichtig, dass sich alle Linzerinnen und Linzer in unserer Stadt wohlfühlen und jene Chancen bekommen, die sie für ihr Leben benötigen. Daher steht weiterhin die Konsolidierung der Finanzen im Vordergrund. Wir müssen mit Vernunft sparen, um das soziale Netz zu sichern. Mit Investitionen in Innovation und Forschung sowie  in die Tabakfabrik werden Grundsteine für die Arbeitsplätze der Zukunft gelegt. Die Umsetzung wichtiger Beschlüsse für die Stadtteilentwicklung, etwa in Ebelsberg, und für neue Verkehrskonzepte werden 2018 prägen“, betont Bürgermeister Klaus Luger.

Aber nicht nur positive Angelegenheiten haben 2017 geprägt. Die Causa über die Verjährung von Strafakten im Linzer Magistrat hat das zweite Halbjahr stark dominiert. „Ich bin bestrebt, auch weiterhin Schritte zur Aufklärung zu setzen. Transparenz und Aufklärung und das Ziehen der richtigen Schlüsse stehen hier an vorderster Stelle“, so Luger.

Gute Zusammenarbeit: 94 Prozent Einstimmigkeit im Stadtsenat

Von 831 Anträgen wurde nur einer - jener über die Wiedereinsetzung der Ampelpärchen, der dann im Gemeinderat eine Mehrheit fand - abgelehnt. 49 Anträge wurden mehrstimmig beschlossen, etwa die Grundeinlösen und Servitute für den Westring (Gegenstimme Grüne), die Förderungen des nicht-kommerziellen Stadtfernsehens DORF TV und die Abhaltung des „Tags der Sprachen“ (Gegenstimmen Freiheitliche) oder der Verkauf der städtischen Fruchtgenussobjekte an die GWG (Enthaltungen ÖVP).  Die restlichen Beschlüsse, mehr als 94 Prozent, erfolgten einstimmig.

450 Amtsanträge im Gemeinderat behandelt, davon 72 Prozent einstimmig

Im Gemeinderat unterscheiden sich Amtsanträge auf der einen und Fraktionsanträge auf der anderen Seite. Von den 450 eingebrachten Amtsanträgen wurden 72 Prozent oder exakt 278 Anträge einstimmig, 170 oder 28 Prozent der Anträge mehrheitlich im Gemeinderat beschlossen. Lediglich zwei Anträge wurden in der derzeitigen Periode abgelehnt (Auflassung von Bibliothekszweigstellen; Änderung des Stadtstatutes).

Besonders oft gegen Amtsanträge stimmten neben Gemeinderäten, deren Fraktionen nicht im Stadtsenat vertreten sind, die Grünen. Die Gemeinderätin der KPÖ lehnte 27 Anträge alleine und weitere 91 gemeinsam mit mindestens einer anderen Fraktion ab. Die seit 2015 neu im Gemeinderat vertretenen NEOS kommen auf insgesamt 53 Ablehnungen. Die Grünen stimmten in Summe bei 97 Amtsanträgen dagegen beziehungsweise enthielten sich der Stimme.

2018: Innovativ für Arbeitsplätze der Zukunft - Leuchttürme lassen Linz erstrahlen

Neubauten in Tabakfabrik

Innovationsprogramm

Weiterbau Hafenstadt

Im Vordergrund steht die Absicherung und Weiterentwicklung der Landeshauptstadt als Wirtschaftsstandort und Jobmotor Nummer Eins in Oberösterreich. Dafür soll das bestmögliche Umfeld für Innovation und technologischen Fortschritt geschaffen werden. 210.000 Arbeitsplätze auf 205.000 Einwohner – kaum eine andere Stadt in Europa verfügt im Verhältnis zu ihrer Einwohnerzahl über ein derart hohes Beschäftigungsangebot. Der Linzer Wirtschaftsraum mit mehr als 12.350 Unternehmen steht gut da. Er schafft durch diese Wertschöpfung neue und wichtige Arbeitsplätze. Die starke Innovationskraft macht Linz zu einem Zentrum für Kreativwirtschaft und Querdenker.

Hafenstadt

Erfolgsbespiele für 2017 sind unter anderem der Zuschlag für die Pilotfabrik an die Johannes-Kepler-Universität, die Aktion 20.000 sowie das Hafenstadt-Projekt. 2018 wird unter anderem geprägt von der Weiterentwicklung der Tabakfabrik (Bau 3 und Magazine) sowie der Fertigstellung des Linzer Innovationsprogrammes.

Pilotfabrik an der Linzer Johannes Kepler Universität

Um fit für die Arbeitsplätze der Zukunft zu sein, ist es die Verpflichtung der Stadt Linz, eine aktive Rolle in den zentralen Innovations-, Technologie- und Forschungsbereichen der Zukunft einzunehmen. In der Pilotfabrik an der Universität Linz, der „Linz Institute of Technology (LIT)-Factory“, können ab dem Jahr 2021 Produktionsschritte erforscht und optimiert werden.

„Die Kooperation zwischen Linzer Leitbetrieben, der Johannes Kepler Universität, dem Land Oberösterreich sowie der Stadt Linz zeigt, dass ein gemeinsames Vorgehen nachhaltig den Wirtschafts- und Innovationsstandort Linz vorantreibt,“ so Bürgermeister Klaus Luger. Es unterstreiche das Vorhaben, Linz als innovativste Stadt in Österreich zu positionieren.

Wiedereingliederung älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer

Die Aktion 20.000 hat sich zum Ziel gesetzt, Langzeitarbeitslose ab einem Alter von 50 Jahren wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Auf Linz, das gemeinsam mit Urfahr Umgebung zu den Modellregionen in Oberösterreich gehört, entfallen etwa 500 Arbeitsplätze. Die Unternehmensgruppe Stadt Linz hat dabei über 150 Beschäftigungsmöglichkeiten für Langzeitarbeitslose geschaffen. Diese Arbeitskräfte werden schwerpunktmäßig in den Seniorenzentren, den Kinder- und Jugend-Services, in der Verwaltung sowie zur Straßenreinigung und Pflege der Grünflächen eingesetzt.

Erster Baustein der Hafenstadt

Die Attraktivierung des Linzer Hafens kommt in Fahrt.  Im heurigen Jänner begann die Linz AG als erstes  Vorhaben den Umbau der einstigen Obst- und Gemüsehalle an der Regensburger Straße in ein Bürohaus. In das adaptierte einstige Lagerhaus ziehen im Sommer 2018 die ersten Mieter ein. Das viergeschossige Gebäude wird auch die Hafendirektion und die Schifffahrtsaufsicht beherbergen. Im Erdgeschoß finden Werkstätten und Lagerräume Platz.  Große Fensterflächen sorgen für die natürliche Belichtung der durch Kühldecken klimatisierten 6.000 Quadratmeter Bürofläche  Der Investitionsrahmen des Projekts beträgt 7,5 Millionen Euro.

Tabakfabrik: Entscheidung für den NeuBau 3, Start der Innovationswerkstätte, Strada del Start-Up sowie Abriss der Magazine

In der Tabakfabrik Linz erhalten vielversprechende Start-Ups künftig eine eigene Produktionsstraße, die Strada del Start-Up. Auf 230 Metern entstehen flexibel mietbare Büro- und Werkstatträume für junge Unternehmen. Die Straße in die digitale Zukunft ist ein europaweit einzigartiges Projekt. Sie wird ab Mai 2018 zu einer der besten Adressen für innovative Gründer werden.

Der zukünftige NeuBau 3 der Tabakfabrik wird als neues Wahrzeichen von Linz wichtige Impulse für die Stadtentwicklung setzen. Mit dem Start des EU weiten, zweistufigen Bieterverfahrens zum NeuBau 3 im Jänner 2017 setzt die Tabakfabrik Linz nun einen weiteren Meilenstein in ihrer Entwicklung. Im ersten Quartal 2018 fällt die Entscheidung über den Neubau. Spätestens 2023 soll der NeuBau 3 fertiggestellt sein.

Volle Kraft voraus heißt es jetzt für die Innovationswerkstätte, die bis Mitte 2018 im Magazin 3 der Tabakfabrik Linz errichtet wird. Denn das Projekt setzte sich bei der Ausschreibung der Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) durch und wird nun neben drei anderen Mitmach-Laboren in Österreich als Impuls für Forschung, Kreativität und Wirtschaft in den Regionen finanziell unterstützt. Mit dem Rückenwind einer Förderung von rund einer Million Euro wird die interdisziplinäre Innovationswerkstätte von CAP.future nun in die Umsetzung gehen.

Der Gemeinderat der Stadt Linz hat am 21. September 2017 der Finanzierung für die Öffnung des Kreativareals Richtung Hafenviertel zugestimmt. Die Entfernung der Zwischenmagazine aus dem Jahr 1969 ermöglicht einen Zugang zur Tabakfabrik direkt von der Holzstraße aus und schafft damit neue Impulse für ein ganzes Stadtviertel.

Innovationsprogramm

Linz soll in den nächsten Jahren bei Innovation, Gründertum und Digitalisierung zu einer der führenden Städte Europas werden. Die oberösterreichische Landeshauptstadt will Wegbereiterin für ein neues Industriezeitalter sein und als Vorreiterin in den Bereichen Industrie 4.0 und digitale Transformation gelten. Linz soll kreative und innovative Köpfe hervorbringen, fördern sowie engagierte Gründerinnen und Gründer unterstützen, von Oberösterreich aus die Welt zu erobern. Das Ziel des neu geschaffenen Linzer Innovationsressorts ist klar: Ein optimales Umfeld für Innovation und Unternehmertum in Linz zu schaffen! Basis dafür ist eine auf drei Jahre angelegte Studie. Das Institut für Organisation der Johannes Kepler Universität unter Federführung von Univ.-Prof. Robert M. Bauer untersucht dabei die Innovationsleistungen im Großraum Linz. Unter Einbindung von Experten sowie Stakeholdern wurden in einer Workshop-Reihe Maßnahmen und Handlungsansätze entwickelt. Diese werden im 1. Quartal 2018 im Linzer Innovationsprogramm präsentiert. 

Wohnen und Infrastruktur mit vorausschauender Qualität entwickeln

Weiterentwicklung des Kasernenareals Ebelsberg

Neugestaltung Jahrmarktgelände

Die Lebensstadt Linz ist als Wohnort begehrter denn je. Das zeigt insbesondere die aktuelle Wohnbaustatistik. Bei einem Gesamtvolumen von mehr als 6.400 zusätzlichen Wohnungen für Linz sind derzeit rund 2.000 Wohnungen in Bau. Weitere 940 sind im mehrgeschoßigen Wohnbau bereits bewilligt und stehen kurz vor dem Baustart. Für 1.160 Wohnungen wurde die Bewilligung bereits eingereicht. 400 Wohneinheiten stehen kurz vor der Einreichung. 1.900 Wohnungen sind in absehbarer Zeit in Planung.

Insgesamt wurden 1.100 Wohnungen heuer fertiggestellt. Im ersten Quartal 2017 konnten 60 Wohnungen, im zweiten Quartal 230, im dritten Quartal 280 und im vierten Quartal 530 Wohnungen gebaut werden.

Leistbarer Wohnraum

Die städtische Wohnungsgesellschaft GWG wird 2018 rund 51 Millionen Euro investieren. Den ausgeprägten Wohnungsbedarf trägt die städtische Wohnungsgesellschaft mit 29 Millionen für den Neubau Rechnung. 15 Millionen Euro sind für Großinstandsetzungen und Modernisierungsmaßnahmen sowie sieben Millionen Euro für Wohnungsverbesserungen vorgesehen.
 
Bürgermeister Klaus Luger sieht den Zuwachs der Linzer Bevölkerung positiv, steht aber auch zur Verantwortung bei der Gestaltung der Linzer Wohnbaupolitik, genügend und leistbare Wohnungen zur Verfügung zu stellen: “Gerade in aufstrebenden Städten wie Linz ist es daher auch notwendig, den Mut zur Höhe zu entwickeln, da die Grundstücke in Linz nicht unbegrenzt zur Verfügung stehen. Insgesamt sind mehr als 6.500 Wohnungen für die nächsten Jahre ein beachtliches Bauvolumen”, so Bürgermeister Klaus Luger.

Wohnen am See (Foto: Architekten Kneidinger)

Wohnen am See (Foto: Architekten Kneidinger)

Ebelsberg als größtes städtebauliches Projekt

Zur Entwicklung des Areals der früheren Hiller-Kaserne wurde im November 2016 das Kooperative Planungsverfahren für den Masterplan Ebelsberg gestartet und Ende Mai 2017 erfolgreich abgeschlossen. Im Oktober 2017 unterzeichneten die beteiligten Wohnbauträger WAG, EBS, GIWOG, Neue Heimat, Heimstätte sowie die WSF-Privatstiftung gemeinsam mit der Stadt Linz den Projektvertrag „Masterplan Ebelsberg – Planungsphase“. Mit dem 330.000 Quadratmeter großen Planungsgebiet für etwa 3.000 Wohnungen bietet dieses Stadterweiterungsprojekt für den Linzer Süden außergewöhnliche Chancen. 
 

Studentenheim in Auhof

An der Kreuzung Altenberger Straße 9 wird 2018 mit dem Bau eines Studentenheims in Urfahr begonnen. Nach ursprünglich geplanten zehn Geschoßen wurde das Gebäude auf acht Geschoße reduziert und bleibt mit 26 Metern Gesamthöhe niedriger als die umliegenden Häuser mit bis zu zwölf Geschoßen. Das neue Studentenheim soll insgesamt 215 Zimmer für Studierende zur Verfügung stellen.

Entscheidungen für Tiefgaragenprojekte

Für die unter dem Andreas-Hofer-Park geplante, umstrittene Tiefgarage konnte im November durch Einbeziehung aller Beteiligten ein alternativer Standort gefunden werden. Die neue Tiefgarage entsteht nun an der Ecke Brucknerstraße / Hasnerstraße. Der Park bleibt durch diese Lösung unver-sehrt erhalten. Bezüglich der geplanten Tiefgarage der Barmherzigen Brüder im Domviertel verhängte Bürgermeister Klaus Luger im Februar 2017 eine Bausperre. "Schwächen" im Konzept erfordern eine Überarbeitung des Projekts. In Folge soll die veränderte Situation einbezogen und der bestehende Bebauungsplan überarbeitet werden.

Entscheidung über Jahrmarktgelände

Seit Oktober dieses Jahres ist das Dauerparken am Urfahranermarkt nicht mehr möglich. Die Vertreterinnen und Vertreter der Stadtregierung haben einstimmig beschlossen, dass eine Änderung der derzeitigen Flächenwidmung nicht angestrebt wird, sondern in Zukunft das Gelände anderweitig genutzt werden soll. Nach Prüfung der rechtlichen Rahmenbedingungen (Hochwasserschutzgebiet) wird die Fläche neu gestaltet. Zur Umgestaltung des Jahrmarktgeländes schlug Bürgermeister Klaus Luger einen kooperativen Planungsprozess vor. Wie am Kasernenareal Ebelsberg soll gemeinsam mit Anrainern, Stakeholdern und Interessensvertretungen die Fläche neu gestaltet werden. Im Sommer 2018 sollen bereits konkrete Ideen vorliegen. Bereits am 19. Dezember startet die städtische Online-Plattform www.meinlinz.at mit einem Ideenwettbewerb.

Hochwertige Kinderbetreuung steigert Attraktivität des Wirtschaftsstandorts

Linzer Alternative zu „Familiensteuer“ in Kindergarten

470 neue Plätze in Krabbelstube und Kindergärten

Drei Millionen Euro für IT-Offensive an Schulen

Im oberösterreichischen Landtag wurde beschlossen, dass Eltern ab Februar 2018 für den Nachmittagsbesuch im Kindergarten bezahlen müssen. Dadurch sind negative Auswirkungen auf die Zukunftschancen der Kinder, den Mittelstand und den Arbeitsmarkt zu befürchten. Die städtischen Kinderbetreuungseinrichtungen verstehen sich als vorschulische Bildungseinrichtungen, in denen sich Kinder entwickeln und auf die Schule vorbereitet werden. Dies gehört bestmöglich gefördert und nicht mit Beiträgen bestraft. Die Stadt hat ihre soziale Verantwortung stets wahrgenommen und trotz Sparkurs Investitionen in die soziale Infrastruktur vorgenommen. Das Credo „Gesunde Stadtfinanzen mit sozialem Schwerpunkt“ wird auch in Zukunft beibehalten. Die Stadt wird am Ausbauprogramm für Krabbelstuben und Kindergärten im neuen Jahr mit 470 neuen Plätzen fortsetzen.

Kinderbetreuungseinrichtungen als Bildungsinstitutionen

Um die Versorgung mit Kinderbetreuungseinrichtungen der wachsenden Nachfrage bis zum Jahr 2020 anzupassen, hat der Linzer Gemeinderat ein Ausbauprogramm für insgesamt 420 Kindergarten- und 50 Krabbelstuben-plätze beschlossen. Im Oktober wurde beispielsweise der erweiterte Kindergarten an der Commendastraße in Dornach eröffnet. 70 zusätzliche Kinder-garten- und 40 Krabbelstubenplätze stehen damit Familien in Urfahr zur Verfügung.

Bei den Kindergärten wurde das Angebot seit 1988 um 45 Prozent ausge-baut. Einen noch stärkeren Zuwachs an Plätzen verzeichneten die Horte der städtischen Kinder- und Jugendservices mit insgesamt mehr als 150 Prozent. Am stärksten sind jedoch die Krippenplätze angewachsen. So ist die Zahl der betreuten Kinder von 270 auf aktuell 840 angestiegen. Dies ist eine Steigerung um mehr als 200 Prozent. Insgesamt werden knapp 9.500 Kinder in den städtischen Krabbelstuben, Kindergärten und Horten betreut. Gemeinsam mit den privaten Organisationen, vor allem der Caritas, stehen für 12.900 Kinder Einrichtungen in Wohnnähe bzw. am Schulstandort zur Verfügung.

Investitionen in mehr und qualitativ hochwertige Kinderbetreuung erhöhen die Attraktivität des Wirtschaftsstandortes und steigern die Beschäftigungsquote. Der Ausbau sozialer Dienstleistungen ist daher aus sozial- und wirtschaftspolitischer Sicht sinnvoll und eine wirksame Maßnahme für mehr Beschäftigung.

„Viele Linzer Unternehmen schätzen die Tatsache, dass die Vereinbarkeit von Beruf und Familie in Linz zur Selbstverständlichkeit geworden ist. Neben der flächendeckenden Versorgung mit Betreuungseinrichtungen trägt auch die Ganzjahresöffnung von Krabbelstuben, Kindergärten und Horten dazu bei.  Ich sehe darin einen wesentlichen Faktor der regionalen Arbeitsmarktpolitik. Im Rahmen unserer Möglichkeiten unterstützen wir die Schaffung von guten Arbeitsplätzen unter anderem durch eine vorbildliche Kinderbetreuung“, betont Bürgermeister Klaus Luger.

Aus diesem Grund ist Bürgermeister Klaus Luger bestrebt, für die vom Land Oberösterreich beschlossene „Kindergartensteuer“ eine Lösung für Linzer Familien zu finden. „Für den Mittelstand bedeutet diese Kindergartensteuer eine zusätzliche finanzielle Belastung. Das Land wälzt rücksichtslos die eigenen Sparpläne auf die Geldtaschen der Familien ab. In Linz versuchen wir eine gerechtere Lösungen für die Familien zu finden“, betont Bürgermeister Luger.

IT Offensive an Schulen

Im April 2017 erfolgte ein weiterer Meilenstein beim Aufbau der digitalen Kompetenz der Linzer Schülerinnen und Schüler. Im Rahmen ihrer IT-Offensive hat die Stadt Linz 400 Tablets an 20 verschiedene Linzer Schulen übergeben. In drei Jahren (2016 – 2018) investiert die Stadt Linz insgesamt 2,8 Millionen Euro für die Herstellung leistungsfähiger Datenleitungen in den Klassenräumen sowie die Erneuerung der Hard- und Software für den Unterricht. Mit diesem umfassenden „Update“ der digitalen Infrastruktur an den Linzer Pflichtschulen werden die Voraussetzungen für eine zeitgemäße IT-Nutzung im Unterricht geschaffen.

2018 wird Jahr des Brückenbaus in Linz

Entscheidung Mühlkreisbahnhof Entscheidung 2. Schienenachse Baubeginn Bypassbrücken Baustart Eisenbahnbrücke

Baubeginn 4. Donaubrücke

Mobilität ist ein wesentlicher Standortfaktor. Dem Ausbau des öffentlichen Verkehrs wird mit der zweiten Schienenachse durch Linz absolute Priorität eingeräumt. Wichtiger Bestandteil dieser Achse ist die neue Eisenbahnbrücke, deren direkte erkennbare Errichtung im kommenden Jahr beginnen wird. Mit rund 25 Millionen Euro im Jahr 2018 ist die neue Donaubrücke im Linzer Budget vorgesehen. Insgesamt wendet die Stadt Linz 42 Millionen Euro für Verbesserungen der Verkehrssituation auf. Fünf Millionen Euro scheinen für die Errichtung bzw. die Sanierung von Straßen sowie Geh- und Radwegen in der Investitionsplanung auf. Drei Millionen Euro erhält die ÖBB Infrastruktur AG für die Umgestaltung der Westbahn-Unterführungen.

Grundsätzlich werden im kommenden Jahr drei Meilensteine im Linzer Brü-ckenbau auf den Weg gebracht. 2018 wird das Jahr des Brückenbaus in Linz.

Baustart der neuen Eisenbahnbrücke

Neue Donaubrücke Linz (Foto: Marc Mimram Architects)

Neue Donaubrücke Linz (Foto: Marc Mimram Architects)

Mit umfassenden Vorarbeiten startete im Herbst 2017 das bis Herbst 2020 laufende Projekt neue Donaubrücke. Unter anderem mussten  an der Kreuzung Linke Brückenstraße / Ferihumerstraße  Gas-, Strom- und Kabel TV-Leitungen umgelegt werden. Im Frühjahr erhält eine Wasserleitung einen neuen Verlauf. Die Haupt-Bauarbeiten beginnen im Sommer 2018. Zunächst werden die alten Widerlager an den beiden Ufern durch neue Brückenköpfe ersetzt. Dann folgt die Errichtung neuer Pfeiler. Die Brückenbögen werden 2019 produziert, nach und nach auf die Baustelle transportiert und zusammengebaut. Im Frühjahr 2020 ist das Einschwimmen der Bögen per Schiff in ihre endgültige Position geplant. Im Sommer 2020 erfolgt die Herstellung der Fahrbahnplatte sowie diverser Einrichtungen auf der Fahrbahn. Die Verkehrsfreigabe ist aus heutiger Sicht zeitplanmäßig für Herbst 2020 avisiert.

Bypass-Brücken ermöglichen Entflechtung der Verkehrsströme

Die Voestbrücke erhält an jeder Seite eine Bypass-Brücke. Während der Bauzeit von Jänner 2018 bis März 2020 sind auch insgesamt 14 Rampen für die Auf- und Abfahrten zu adaptieren oder neu zu errichten. Das Ziel ist die Entflechtung der Verkehrsströme. Autos, die als Ausgangspunkt oder Ziel Linz haben, werden von jenen getrennt, die durch Linz durchfahren. Es sollen insgesamt acht Fahrspuren über die Donau führen.

Bypassbrücken A7 (Foto: ASFINAG)

Bypassbrücken A7 (Foto: ASFINAG)

Bau der vierten Donaubrücke

Der Bau der vierten Donaubrücke (Bauabschnitt 1) für die A 26 dauert von Herbst 2018 bis zum Jahr 2023. Ab dann ist eine Fahrspur in jede Fahrtrichtung vorhanden. Erst nach der Fertigstellung des Tunnels durch den Freinberg (Bauabschnitt 2) im Jahr 2028 werden alle vier Fahrspuren freigegeben. Bis zum Jahr 2031 wird der Neubau der Westbrücke (Bauabschnitt 3) über die Gleise der Westbahn bis zum Knoten Hummelhof der A 7 abgeschlossen.

Vierte Donaubrücke (Grafik: ASFINAG)

Vierte Donaubrücke (Grafik: ASFINAG)

Anschlussstelle Auhof startet 2019

Der Bau der neuen A 7 Anschlussstelle Auhof/Universität soll Ende 2019 starten. Ab dem Jahr 2020 ist beim Universitätsviertel die Auf- und Abfahrt von und nach Linz möglich. Die Investitionskosten von rund 16 Millionen Euro werden sich ASFINAG, Land Oberösterreich und Stadt Linz zu je einem Drittel teilen. Die Behördenverfahren können bis Ende 2017 abgeschlossen werden.

Entscheidung 2. Schienenachse und Mühlkreisbahn

Die Geschichte der zweiten Schienenachse für Linz ist mittlerweile eine sehr lange. Die im Grundkonzept festgelegte zweite Schienenachse soll jetzt nicht nur für die Straßenbahn, sondern auch für die Verlängerung der Mühlkreisbahn bis zum Hauptbahnhof genutzt werden. Derzeit lässt das Land Oberösterreich die Wirtschaftlichkeit dieser Lösung von seinem Rechnungshof prüfen. Dadurch verzögert sich die Detailplanung dieses wichtigen Zukunftsprojekts, das 30.000 Arbeitsplätze und 30.000 Wohnungen mit einem attraktiven öffentlichen Verkehrsmittel erreichbar macht.

„Ich gehe davon aus, dass das Land Oberösterreich seine Zusagen einhält. Es darf im Interesse des Wirtschaftsstandortes bei diesem Projekt zu keinen weiteren Verzögerungen kommen“, betont Bürgermeister Klaus Luger und hofft auf eine rasche Entscheidung durch das Land. „Eine gute Infrastruktur ist in vielerlei Belangen wesentlich für Investitionsentscheidungen von Unternehmen. Dazu zählen der viel beschworene Breitbandausbau und ausreichende Bildungsangebote für den Fachkräftenachwuchs genauso wie ein gutes soziales Netz – etwa in der Kinderbetreuung – und ein effizientes Verkehrsnetz“, so Luger.

Österreich-Premiere: Doppelgelenks-Obusse

Die LINZ AG LINIEN setzen seit Ende November erstmals in Österreich zwei Doppelgelenks-Obusse auf der Linie 46 ein. Die 24 Meter langen Niederflur-Busse bieten Platz für zirka 180 Passagiere und damit um ein Drittel mehr Beförderungskapazität. Zur Komfort-Ausstattung zählen Ledersitze, Klimaanlage, drei große Info-Screens und Internet via WLAN.  Bis 2019 ist die neue Busflotte mit 20 Fahrzeugen im Wert von mehr als 20 Millionen Euro komplett.

Neue Doppelgelenksbusse (Foto: LINZ AG)

Neue Doppelgelenksbusse (Foto: LINZ AG)

Neues Kulturprofil von Linz im Brucknerfest bereits ersichtlich

Die Landeshauptstadt hat mit der Kulturhauptstadt 2009 ein eigenes Kulturprofil entwickelt. Nach dem „Jahrhundertereignis“ hat sich das kulturelle Leben in der Stadt nachhaltig verändert. Eine stärkere internationale Wahrnehmung, eine intensivere Bespielung öffentlicher Räume sowie mehr Mut zu neuen Formaten prägen das Jahr 2018. Nun geht es darum, Linz mit einer zukunftsorientierten Kulturvision weiterzuentwickeln und keine Neuauflage der Kulturhauptstadt anzustreben.

Neue Leitung Museen

Hemma Schmutz übernahm am 2. Mai 2017 die künstlerische Leitung der Museen der Stadt Linz. Unter insgesamt 37 Bewerberinnen und Bewerber konnte sich die gebürtige Kärntnerin bei den Hearings Mitte März durchsetzen. Die Vision der neuen Direktorin ist es, die Museen der Stadt Linz, das LENTOS und NORDICO, als offene Häuser zu führen.

Neuer künstlerischer Leiter stellt Anton Bruckner ins Zentrum des traditionellen Brucknerfestes

Der österreichische Sänger, Schauspieler und Intendant Mag. Dietmar Kerschbaum löste mit 1. Dezember 2017 Hans-Joachim Frey als künstlerischen Leiter der Linzer Veranstaltungsgesellschaft (LIVA) ab, zu dem auch das Linzer Brucknerhaus gehört.
Mit seinem ersten Brucknerfest-Programm legt Dietmar Kerschbaum als neuer Brucknerhaus-Direktor ein Konzept vor, welches Anton Bruckner nicht nur als Aushängeschild einsetzt, sondern das sich bis ins Detail am Leben und Wirken Bruckners orientiert. Die Lebensdaten Bruckners mit Geburtstag am 4. September und Sterbetag am 11. Oktober bilden nunmehr den fixen Zeitrahmen für das Brucknerfest. Das bedeutet, dass fortan sämtliche Klangwolken und Teile des Ars Electronica Festivals in das Brucknerfest integriert sind.

(Informationsunterlage zur Pressekonferenz von Bürgermeister Klaus Luger zum Thema „Jahresbilanz 2017 / Ausblick 2018“)

Informationsunterlage (PDF, 858 kB) (neues Fenster).

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