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KOMMUNALES
Presseaussendung vom 04.10.2018

Mit Innovation die Stadt verbessern

Wettbewerb für innovative Köpfe

Die Stadt Linz lobt den Wettbewerb „Mit Innovation die Stadt verbessern“ aus. Gesucht sind die besten Ideen, die mit Innovation und Offenheit die Stadt verbessern. Ob sensationelles Konzept oder fertige App   alle innovativen Einreichungen sind willkommen. Menschen, die bereit sind, ihre Idee Wirklichkeit werden zu lassen und selbst an der Umsetzung arbeiten möchten, sollen angesprochen werden.

Die Einreichfrist läuft bis einschließlich Freitag, 1. März 2019. Konzepte, Projekte oder Anwendungen können per E-Mail an open.commons@linz.at gesendet werden. Die Preisverleihung geht am Donnerstag, 2. Mai 2019, in der Tabakfabrik Linz über die Bühne.

In den beiden Kategorien „Erwachsene“ sowie „Kinder und Jugendliche“ werden hochwertige Preise vergeben. Die Palette reicht von einem Arbeitsraum für ein Jahr in der Tabakfabrik Linz über einen brandneuen Dash Roboter bis zur einjährigen Gratis-Mitgliedschaft beim Makerspace „Grand Garage“.

„Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass das Leben in Linz durch Innovation und Offenheit für alle verbessert werden kann. Optimierungen sind in sehr vielen Bereichen möglich: öffentliche Verwaltung, Gesundheit, Mobilität, Bildung, Wohnen, Wirtschaft, Wissenschaft, Freizeit, oder anderen. Ich lade jede Bürgerin und jeden Bürger ein, Linz zur innovativsten Stadt Österreichs zu machen“, sagt Innovationsreferent Bürgermeister Klaus Luger. 

Die Stadt Linz sucht die besten Ideen, die mit Innovation und Offenheit die Stadt verbessern. Ob sensationelles Konzept oder fertige App - alle Einreichungen und Vorschläge, die die Stadt ein Stück ausgetüftelter, partizipativer, demokratischer, angenehmer, effizienter oder intelligenter gestalten, sind willkommen. Gesucht sind Menschen, die bereit sind, ihre Idee Wirklichkeit werden zu lassen und selbst in den nächsten Jahren an der Umsetzung arbeiten möchten.
Besondere Beachtung finden Projekte, die mit den Smart Cities-Softwarelösungen von FIWARE (fiware.org) umgesetzt werden.

Kriterien

  • Nutzen für das Gemeinwohl
  • Innovationsgrad / Originalität
  • Offenheit (z. B. durch Freie Lizenzen)
  • Realisierbarkeit

Auszeichnungen in zwei Kategorien

Für die Gewinnerprojekte bieten wir eine Auszeichnung mit Preisen in zwei unterschiedlichen Kategorien, viel Publicity und Unterstützung des Vorhabens durch Infrastruktur sowie einem großen Netzwerk an Kontakten:

Kategorie Erwachsene (1. - 3. Preis)

1. Preis: Für die beste App, Idee oder Umsetzung, die mit Innovation die Stadt verbessert, erhält die Gewinnerin oder der Gewinner einen Arbeitsraum für ein Jahr in der Tabakfabrik Linz kostenlos zur Verfügung gestellt.
2. und 3. Preis: Je eine Gratis-Mitgliedschaft für ein Jahr beim Makerspace „Grand Garage“, die Zugang zu Geräten, Arbeitsmaterial, Know-How und einem großen Netzwerk bietet.

Kategorie Kinder und Jugendliche bis einschliesslich 18 Jahre (1. - 3. Preis)

1. Preis: Junge TüftlerInnen bekommen für die besten Entwürfe, Ideen oder Prototypen ein Workshop-Paket in den Technikbereichen ihrer Wahl.
2. und 3. Preis: Je ein brandneuer Dash Roboter oder ein Arduino- und Sensorik-Startpaket.

Zielgruppe

„Mit Innovation die Stadt verbessern“ spricht jene Bürgerinnen und Bürger an, die das Motto in die Tat umsetzen wollen. Sei es durch die Entwicklung von Anwendungen oder Plattformen, durch ehrenamtliches Engagement (z. B. Citizen Science, Wikipedia, etc.) oder durch spannende Ideen und Konzepte. Mitmachen können alle mit Linzbezug (Geburtsort oder Wohnsitz) bzw. deren Projekte einen direkten Bezug zur Stadt Linz vorweisen. Neben Einzelpersonen sind Vereine, Schulen, Universitäten, Unternehmen oder Start Ups herzlich eingeladen mitzumachen.

Jury

Eine ausgewählte Jury an ExpertInnen aus Technologie, Wissenschaft, Wirtschaft und Kunst entscheidet selbständig über die Auszeichnungen in beiden Kategorien.

Termine

Einreichfrist: bis einschließlich Freitag, 1. März 2019
Preisverleihung: Donnerstag, 2. Mai 2019, 19 Uhr, Tabakfabrik Linz
Konzepte oder Anwendung können per E-Mail an open.commons@linz.at gesendet werden.

Veranstalter

Veranstalter des Wettbewerbs „Mit Innovation die Stadt verbessern“ sind die Stadt Linz sowie OPEN COMMONS LINZ. Partner der Aktion sind die TABAKFABRIK Linz, GrandGarage sowie Liwest.

Fallbeispiele

Fallbeispiele für gelungene und erfolgreich implementierte Innovations-Projekte gibt es einige. An dieser Stelle sollen jeweils zwei in den Kategorien Erwachsene und Jugendliche angeführt werden.

Fallbeispiel LinzWiki

Christian Wirth entwickelt seit 2009 das LinzWiki. Das ist eine Art Wikipedia, in der Inhalte zur Stadt Linz und Linzer Persönlichkeiten enthalten sind. Das LinzWiki stellt keine Konkurrenz zur Wikipedia dar, sondern ist als eine Erweiterung gedacht. Denn was in der Wikipedia wegen zu geringer Relevanz gelöscht wird, ist regional oft von großer Bedeutung.

Die Inhalte des LinzWikis stehen wie bei der großen Schwester Wikipedia unter freien Lizenzen und können von Bürgerinnen und Bürgern für unterschiedlichste Zwecke verwendet werden. Das Engagement Einzelner wird bei diesem Projekt besonders sichtbar. Die Nutzungszahlen mit 1.000 bis 1.500 unique visitors am Tag sprechen für sich.

Fallbeispiel Kunstkollektiv

Nach dem Studium Interface Cultures an der Kunstuniversität Linz haben sich Vesela Mihaylova und Veronika Krenn selbständig gemacht. Sie arbeiten gemeinsam an Projekten zu den Themen Datenvisualisierungen und spielerische App-Entwicklung. Im Bereich der Datenvisualisierung greifen sie offene Daten (Open Government Data) der Stadt Linz auf und visualisieren diese in künstlerischen Projekten im öffentlichen Raum. So machen sie Daten auch für Laien einfach lesbar. Für die Professionalisierung ihrer Arbeiten sind die beiden auf der Suche nach einem günstigen Arbeitsraum.

Fallbeispiel Kinder & Jugendliche

Simone Berndt ist 15 Jahre jung und interessiert sich schon seit langem für IT und Coding. In ihrem Kinderzimmer hat sie bereits kleine Programme geschrieben, an Platinen gelötet und so kleine Roboter und Spielzeug aus Microcontrollern entwickelt. Bei der Veranstaltung „Jugend hackt Österreich“ hat sie andere gleichaltrige Jugendliche kennengelernt, die sich auch mit Programmieren beschäftigen. Mit ihnen hat Simone auf Basis von offenen Daten der Stadt Linz den Prototypen „Life City“ entwickelt. Das ist eine Anwendung zur Verbesserung der Stadtnutzung.

Fallbeispiel Klassenverband

Im Informatikunterricht machen die SchülerInnen ein Projekt zur Wohnqualität in Linz. Dazu analysieren sie die vorhandenen offenen Daten der Stadt, bewerten diese nach ihren eigenen Ansprüchen und visualisieren das Ergebnis in einer Karte. Es entsteht eine Anwendung, die jungen Menschen hilft, für ihre erste Wohnung den besten Stadtteil zu finden.

Stadt Linz fördert kreatives Umfeld

Die Stadt Linz hat schon 2011 die Initiative OPEN COMMONS LINZ ins Leben gerufen, die digitale Gemeingüter und die Kompetenzen der BürgerInnen damit fördert. Die Stadt ermöglicht die auch aus ideellen Gründen, um einen gerechten, demokratischen Zugang zu Gütern für alle zu fördern. Sie erhofft sich zudem, damit den Nährboden für ein Umfeld zu schaffen, in dem sich kreative und erfindungsreiche Menschen wohlfühlen und gegenseitig befruchten.

Innovation durch Offenheit

Einen wesentlichen Motor für Innovation stellt das Prinzip der Offenheit dar. Damit sind vor allem Dinge und Produktionen (materiell und immateriell) gemeint, die von allen Menschen frei und kostenlos genutzt werden können. Ob Wissen in Enzyklopädien, Musik, alte und neue Filme, Baupläne für Möbel, 3D-Modelle zum Selber-Drucken oder nützliche Anwendungen: Wenn Inhalte offen sind, dürfen sie von allen für Schule, Arbeit oder privat genutzt werden.

Digitale Gemeingüter

Diese offenen Inhalte haben mit dem Internet besondere Bedeutung bekommen. Denn übers Netz können sie kinderleicht mit vielen Menschen geteilt werden und es entstehen digitale Gemeingüter. Die Online-Enzyklopädie Wikipedia funktioniert genauso: Sie wird von Freiwilligen befüllt und ständig verbessert. Solche freien und offenen Inhalte sind essentiell für Gesellschaften. Denn nur dadurch, dass Wissen geteilt wird, können kreative Köpfe aus unterschiedlichen Positionen auf Problemstellungen schauen, wodurch große Innovationssprünge möglich werden.

(Informationsunterlage zur Pressekonferenz von Bürgermeister Klaus Luger über den Wettbewerb „Mit Innovation die Stadt verbessern“)

Kontakt:
Open Commons Linz
Ingo Leindecker
Tel.: +43 699 183 572 38

KONTAKT

Magistrat der Landeshauptstadt Linz
Hauptstraße 1-5
4041 Linz

Tel: +43 732 7070 0
Fax: +43 732 7070 54 2110
E-Mail: info@mag.linz.at

weitere Informationen:


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